Das Trainingslager in Tröpolach/Hermador neigt sich dem Ende zu. Nach 10 Tagen intensiven
Training ist der Aufbruch nicht ganz unerwünscht, haben doch einige Chaoten während der
Anwesenheit und der Testspiele nicht gerade positiv auf den 1. FC Köln aufmerksam gemacht.
Immerhin Lukas Podolski dürfte den Österreichern noch ein Begriff sein, der
mit verantwortlich für die letzte Niederlage der Partie Deutschland gegen Österreich war.
Doch war dies am 06.02.2008. Im Trainingslager durften sie Poldis Leistung nicht
bewundern, er verweilt noch im wohlverdienten Urlaub.
So bekamen vor allen Dingen die jungen Talente des 1. FC Köln eine Chance, auf sich
aufmerksam zu machen. Weitestgehend ist dies ihnen auch gelungen. Lediglich der Neuzugang
Kostas Giannoulis (LV/22) konnte noch nicht recht überzeugen.
So studierte der FC ohne die Verletzten Chihi und Schorch sowie den fehlenden Podolski
wichtige Automatismen und Laufwege ein. Dabei bleibt die Frage nach der entgültigen
Startformation genauso unbeantwortet wie die Frage, wie schnell sich Lukas Podolski in
die geübten Abläufe einfinden kann. Immerhin soll er eine wichtige Rolle, zentral hinter
den Spitzen, einnehmen.
Michael Meier dagegen sichtet Transfermöglichkeiten über Transfermöglichkeiten. Der vorher
heiß gehandelte Spieler Vanden Borre wurde, vermutlich aus finanziellen Gründen, nicht
geholt. Doch während viele Fans noch ihren Unmut über die nicht georderte Verstärkung
freien Lauf ließen, zog Meier ein weiteres Kaninchen aus seinen, schier unerschöpflichen,
Transferhut.
Nun soll, angeblich, der Vertrag mit dem Brasilianer Andrézinho (RV/28) so gut wie fix
sein. Trainer Zvonimir Soldo düfte sich darüber freuen, pocht er doch weiterhin für einen
Konkurrenten auf der rechten Abwehrseite. Miso Brecko, bisherige Nummer 1 als rechter
Verteidiger, sollte dies als weiteren Anreiz sehen, sein Offensivspiel zu verbessern.
Denn auch er stellte fest: "Es weht ein neuer frischer Wind."
Sollte der 1. FC Köln es schaffen, sich als geschlossene Einheit in der Bundesliga zu
präsentieren, hat der FC unter Zvonimir Soldo seine Hausaufgaben gemacht. Wenn auf der
Gegenseite die zahlreichen Fans des 1. FC Köln mit realistischen Ambitionen in die
kommende Saison gehen, dürfte die Heimat Rheinenergie Stadion hoffentlich bald wieder ein
Ort sein, indem erfolgreicher Fußball gespielt wird. Das Wort "ansehnlich" lassen wir
vorerst noch in der Schublade.
Nächster Test ist am 31.07.2010 auf Schalke. Dort nimmt der 1. FC Köln am "LIGA total!
Cup" teil und spielt gegen den aktuellen deutschen Meister Bayern München.
In diesem Sinne
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