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Klassenerhalt 2010/2011 Saisonrückblick III - Königsmörder Finke und der Ausgang -
Kommentar | Saison 2010/2011

20.06.2011 17:30

Volker Finke hatte nun ein schweres Erbe anzutreten. Sein momentanes Ansehen in der Öffentlichkeit war angeschlagen, er wurde als "Königsmörder" betitelt und sein angeblicher Plan, endlich wieder auf der Trainerbank Platz zu nehmen, schien aufgegangen zu sein.

Natürlich war dem nicht so. Finke konnte sich weitaus besseres vorstellen als auf der der Bank zu sitzen, insbesondere deswegen da er eine Rückkehr immer kategorisch ausgeschlossen hatte. Doch genau diese Äußerungen wurden ihm erstmal zum Verhängnis. Aber Finke blieb ruhig und nahm als dritter Trainer der Saison die Bank an. Es blieb ihm auch nichts anderes übrig.

Gerade weil er als neuer Sportdirektor regelmäßig nah an der Mannschaft war und Spieler wie Baustellen bestens kannte, kamen für drei ausstehende Spiele mögliche externe Rettungstrainer wenig in Frage. Doch in der Presse wurde dies mit Skepsis aufgenommen. Einzig weiterhin möglicher Streitpunkt bleibt auch im Nachhinein, warum von Spielern wie Petit und Mohamad wundersamer Weise die Leistungskurven stramm anzogen. Dies belegt, dass eindeutig Spieler gegen Ex-Trainer Schaefer "gearbeitet" haben. Mehr nicht.

Nachdem die letzten drei Spiele gegen Gladbach (1:5), Stuttgart (1:3) und Wolfsburg (1:4) haushoch verloren wurden, stand der 1. FC Köln wieder gefährlich nah am Abstieg. Als 14. der Tabelle und mit drei Punkten Abstand auf den Relegationsplatz kam einem das Heimspiel gegen den Rivalen Leverkusen nicht unbedingt gelegen. Aber in dieser Phase ist jedes Spiel ein undankbares. Und Finke veränderte wenig an der Aufstellung, forderte lediglich und eindeutig mehr Zusammenhalt auf dem Platz.

Petit und Pezzoni ersetzten Lanig und Yabo im defensiven Mittelfeld und die Flügel bildeten Chihi wie Jajalo für Clemens und Freis. Und es funktionierte. Mit anfänglichem Druck, ein wenig Glück und Kampfgeist wurde Leverkusen mit 2:0 bezwungen und es wurde nur noch ein Punkt benötigt um dem Abstieg auch rechnerisch zu entgehen. Auch gegen Frankfurt, ebenfalls stark abstiegsbedroht, wurde endlich mal wieder gegen "die Konkurrenz auf Augenhöhe" gepunktet (2:0) und das Ding war durch. Zum Schluss wurde auch noch Pokalfinalist Schalke 04 mit 2:1 bezwungen und die Saison ist doch noch gut ausgegangen.

Fazit der Saison:

Am Ende stand der 1. FC Köln mit 44 Punkten auf einen guten 10. Platz. Rein faktisch haben wir lange nicht mehr so gut abgeschnitten. Doch der Verlauf der Saison war alles andere als ruhig und sicher. So gesehen kann ich mich nur wiederholen und sagen "Aber allein ein Blick auf die Tabelle reicht halt nicht aus, um die vergangene Saison angemessen zu beurteilen. Das dürfte auch Wolfgang Overath einsehen."

So wurden unter anderem drei Trainer "zerschlissen", man pendelte die gesamte Hinrunde wie am Ende der Saison gefährlich nah am Abstieg und der Kader war alles andere als ausgewogen.

Doch man muss auch sagen, dass bereits mit den Transfers in der Winterpause unter Finke und Horstmann eine neue Richtung eingeschlagen wurde, die Anlass zur Hoffnung gibt. Spät, aber nicht zu spät erkennt der FC die Not der Lage und belässt es nicht beim "Steinchen umdrehen". Doch dazu später mehr, immerhin betrifft folgendes die neue Saison.

Ich persönlich wurde in meinen Erwartungen nicht enttäuscht. Gerade die Aktionstransfers von Konstantinos Giannoulis und Andrezinho zeigten die Inkompetenz der Kaderzusammenstellung. Doch im Nachhinein muss ich auch zugeben, dass ich Soldo mehr zugetraut hatte. Gerade im Vergleich mit dem Verlauf unter Schaefer und Finke muss man sagen, dass auf der Trainerposition deutlich eher hätte reagiert werden müssen.

Doch auch wenn der 1. FC Köln zeitweise guten und anschaulichen Fußball spielte blieb einen nicht verborgen, dass gerade die Backups und Transfererlöse das größte Problem beim FC sind. Hier bin ich zum ersten Mal wirklich zuversichtlich, dass unter Finke und Solbakken eine einigermaßen ruhige Saison gespielt werden kann. Denn gerade solche Äußerungen, bzw. Wünsche zeigen auf, dass der 1. FC Köln noch weit weg von der einst glorreichen Vergangenheit ist.

Realistisch bleiben, hart arbeiten und die Hoffnung nicht aufgeben. Bisher sind wir auf einen guten Weg.

Und die Erholung durch die Sommerpause tut mir wirklich gut. Euch hoffentlich auch. Auf eine erfolgreiche Saison 2011/2012. Es hat mir Spaß gemacht mit Euch!

In diesem Sinne
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