Der letzte "big point" steht gegen Frankfurt an!
Vorbericht | Eintracht Frankfurt : 1. FC Köln
05.05.2011 18:20 | Guido Stollenwerk
Der Knoten ist gegen Leverkusen geplatzt. Erleichterung durchströmte uns FC-Fans als der
Dreier gegen Bayer im Sack war. Ein Grund zur Freude, aber noch ist das Ding nicht durch!
Gegen die Daum'sche Frankfurt muss jetzt mindestens ein Punkt her! Auch wenn dies nicht
gerade einfach ist.
Denn Frankfurt kämpft nach einer verheerenden Rückrunde um das nackte Überleben, nachdem
man vom 7. Platz der Hinrunde verdammt tief gefallen ist. Selbst der überraschende
Trainerwechsel zu Christopf Daum konnte den freien Fall mit drei Unentschieden und zwei
Niederlagen nicht bremsen.
In Köln dagegen ist die Stimmung nach dem Heimsieg gegen Leverkusen deutlich gelöster.
Darf man den Trainingsberichten Glauben schenken, herrscht wieder eine gute Stimmung im
Team und alle innerhalb der Mannschaft ziehen mit. Trotzdem weiß jeder, dass Köln
innerhalb dieser Saison noch keine zwei Siege hintereinander holen konnte und auswärts das
schlechteste Team der Bundesliga ist. Die Zeit wäre reif noch mindestens einen Sieg auf
fremden Plätzen zu holen, es wäre immerhin der zweite.
Wenn wir dann weiter der Statistik folgen wollen, steht der 1. FC Köln in der
Rückrundentabelle weiterhin auf einen starken 7. Platz, wovon wir uns noch allerdings auch
nichts kaufen können. Frei nach dem Motto von Werner Hansch, der einmal gesagt hatte: "Ja,
Statistiken. Aber welche Statistik stimmt schon? Nach der Statistik ist jeder vierte
Mensch ein Chinese, aber hier spielt gar kein Chinese mit."
Der Auftrag ist von daher klar: Es müssen Punkte her. Bereits mit einem der dreckigsten
Unentschieden der Historie wäre gegen Frankfurt der Klassenerhalt gesichert. Aber ein
Spiel rein auf Unentschieden birgt natürlich auch Gefahren, wie Techniktrainer Thomas
Häßler bereits äußerte: "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man nicht mit der
Einstellung ins Spiel gehen darf, nur auf einen Punkt aus zu sein. Dann spielt man mit
angezogener Handbremse. Wir müssen Ruhe bewahren und mit dem klaren Ziel ins Spiel gehen,
die drei Punkte mitzunehmen. 'Heute gewinnen wir', mit dieser Einstellung müssen wir
auftreten."
Von der Statistik geht's Richtung Phrasenschwein. Ein Motto lautet: "never change a
winning team". Schade um den Heiermann, aber so sind die Regeln. Und auch die muss nicht
immer stimmen. So steht mit Adam Matuschyk zumindest eine ernsthafte Alternative weiterhin
parat. Clemens, Lanig und Peszko bleiben leider verletzt außen vor. Zumindest hier besteht
die Möglichkeit, Pezzoni vorerst auf der Bank Platz nehmen zu lassen.
Meinem Wunsch nach dürfte auch Brecko zur Debatte stehen, da er zwar in der zweiten
Halbzeit offensiv endlich einmal passabel spielte aber viele Angriffe über seine Seite
eingeleitet wurden. Doch gehe ich nicht davon aus, dass Volker Finke dies ändern wird.
Eins steht bis hierhin aber definitiv fest: Das Spiel gegen Frankfurt wird für mich eine reine
Nervenpartie werden! Kölsch und Zigaretten können da nur eine geringe Nervenberuhigung
stellen. Der Glaube an das Mögliche für mich ist die Tatsache, dass der FC bisher alle
wirklich wichtigen Spiele in dieser Saison für sich entscheiden konnte. Mit Ausnahme des
Pokalspiels gegen Duisburg, die jetzt immerhin im Pokalfinale stehen.
Von daher darf ganz Köln auf die entscheidenden Punkte hoffen ehe die Trainerfrage und die
Kaderoptimierung als nächste spielentscheidenden Pflichtaufgaben gelöst werden müssen.