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Zvonimir Soldo Saisonrückblick I - wie die Ära Zvonimir Soldo endete -
Kommentar | Saison 2010/2011

22.05.2011 16:20

Was war das doch eine Saison für den 1. FC Köln. Höhen wie Tiefen gefährlich ausgereizt, man trudelte in Richtung 2. Bundesliga und steht am Ende doch deutlich besser da als gedacht. Aber allein ein Blick auf die Tabelle reicht halt nicht aus, um die vergangene Saison angemessen zu beurteilen. Das dürfte auch Wolfgang Overath einsehen.

Man erinnert sich noch an die namhaften Abgänge von Maniche und Wome. Zwar gestandene Spieler, aber beim 1. FC Köln gescheitert. Ablöseerträge gab es hierfür jedoch nicht, der Vertrag von Maniche wurde sogar aufgelöst. Doch Ex-Trainer Zvonimir Soldo führte den 1. FC Köln zwar knapp, aber nie in ernsthafter Gefahr zu den Abstiegsplätzen auf einen gesicherten 13. Platz. Mit 38 Punkten und damit 7 Punkte Abstand auf den Relegation- sowie 17 Punkten Abstand auf die internationalen Plätze. Mehr war nicht drin.

Die nächste Saison sollte besser werden. Ex-Manager Michael Meier kündigte großspurig den Angriff auf die Konkurrenz aus Leverkusen an und Transfergerüchte sprudelten nur so rund um das Geißbockheim. Am Ende kam wenig zustande, da die finanzielle Lage ähnlich wie jetzt war und trotz Meiers Zuversicht das Motto "Auf die Jugend setzen - das fehlende Mittelfeld optimieren - torgefährliche Außenverteidiger verpflichten" lautete. Die Neuzugänge hießen am Ende Andrezinho, Buchtmann, Giannoulis, Ionita und Lanig. Und als Dankeschön durfte Michael Meier seinen geliebten Hut nehmen. Denn gerade torgefährliche Außenverteidiger fehlten dem FC gnadenlos. Ebenso die angekündigten Transfers von "der Flügelzange Tosic und Cicero". Vielen Dank auch.

Immerhin Andrezinho, Jajalo und Lanig waren im Laufe der Saison durchaus in der Startelf zu finden, aber auch eben Notlösungen wie Salger und Yalcin. Zwei Jungspunde die zweifellos Potential haben, aber mit dem Stammplatz dieses inhomogenen Kaders leider überfordert waren. Immerhin, der neu gewürfelte Spielplan sorgte bei allen Beteiligten für ein Lächeln, sah dieser doch weit besser aus als der, der vorherigen Saison.

Doch allzu schnell fror dieses Lächeln wieder ein. Denn mit dem ersten Saisonspiel folgte der unrühmliche "Erfolg" der schnellsten roten Karte in einem Bundesligaspiel (2. Minute Mohamad) sowie eine herbe 1:3 Niederlage gegen Kaiserslautern. Schneller als geahnt wurde somit jeder Fan wieder auf den knallharten Boden der Realität geholt.

Es folgte eine weitere Niederlage gegen Bremen sowie eine System-umstellung auf ein 4-1-4-1, die einen Sieg gegen Pauli und einen Punkt aus München einbrachte und dem FC kurzzeitig Luft verschaffte. Mehr aber auch nicht.

Der 1. FC Köln krebste weiter am Tabellenende rum und Soldo agierte als Trainer immer hilfloser. Fairerweise muss man erwähnen, dass Soldo mit den getätigten Transfers unter Michael Meier sträflichst im Stich gelassen wurde und er auf manchen Positionen nur Not gegen Elend tauschen konnte. Es fehlten einfach die Alternativen wie ein klares Konzept. So wurden als Linksverteidiger Ehret und Salger eingesetzt, Novakovic als Stürmer rasiert und selbst die so sichere Abwehr aus Geromel und Mohamad sah an manchen Tagen äußerst unglücklich aus.

Ehrlich prangerte Podolski die Kadersituation über die Medien an und erntete Lob und Beachtung für diese ehrlichen Sätze. Gerade Podolski, dem weitaus mehr versprochen wurde, konnte sich hier durchaus ein wenig verarscht vorkommen. Doch damit begann es erst zu brodeln.

Denn als ob das alles nicht schon für genug Missmut sorgte, bescherte der bis dahin hoch geschätzte Ex-Torwart Mondragon dem FC den nächsten Eklat. Mit 39 Jahren wurde dieser nochmals zur kolumbianischen Nationalmannschaft eingeladen. Zwar fraglos eine Ehre, angesichts eines Rundflugs um die halbe Welt für Testspiele aber eine fragliche Situation. Doch wenigstens hier bewiesen die Verantwortlichen mal Eier und setzten Mondragon folgerichtig auf die Bank.

Trotzdem stand der FC nach dem 9. Spieltag auf dem kläglichen letzten Platz und konnte aus einem Sieg, zwei Unentschieden und sechs Niederlagen ganze fünf Punkte vorweisen. Auch das Torverhältnis von 9:17 belegte einen katastrophalen Saisonstart und es wurde Zeit die Notbremse zu ziehen.

Es folgte der unrühmliche Tag von Soldos Entlassung. Während drei Tage vor dem Spiel gegen Hannover der gesamte Vorstand via Pressekonferenz den Rückhalt auf Soldo einschwor und zum Zusammenhalt aufforderte, ließen sie Soldo am Tag nach der Niederlage schwer im Stich. Während der Vorstand tagte und Soldo das Auslauftraining leitete wusste die gesamte Presse bereits über die Entlassung Bescheid. In einer Liveschalte des "Doppelpass" musste Soldo Rede und Antwort stehen, wusste aber nichts neues mitzuteilen. Auch wenn damals der Kölner Stadtanzeiger voreilig der Erste sein wollte und die gemeldete Entlassung eilig dementierte, als letztes wurde Soldo über die Entlassung in Kenntnis gesetzt.

Eines muss man auch im Rückblick ganz klar sagen: Soldo war nie der erfolgreichste oder beliebteste Trainer beim 1. FC Köln. Er hat sich aber auch stets vor den Vorstand gestellt, öffentlich nie ein schlechtes Wort über den zusammengestellten Kader verloren und ist stets ruhig und sachlich geblieben. Dafür gilt Soldo auch im Nachhinein Dank! Selbst seine einzig geforderten Verstärkungen namens Ivan Strinic (Linksverteidiger) und Albin Ebondo (Rechtsverteidiger) wurden von Michael Meier nicht erfüllt. Er setzte ihm Giannoulis und Andrezinho vor die Nase.

Auch die Enthüllungen des kickers, dass Michael Meier Sasha Riether (unter Daum), Marco Reus (Gladbach), Ivo Ilicevic (Kaiserslautern), Lewis Holtby (Mainz) und Shinji Kagawa (Dortmund) allesamt angeboten wurden und Meier diese allesamt entschieden ablehnte, sorgte für großes Aufsehen und deckten mit auf, wie teils desaströs und ahnungslos die Verantwortlichen die Kaderoptimierung leiteten.

Während also Soldo entlassen wurde und Michael Meier seine Hüte vorerst weiterhin großspurig in der Medienlandschaft in alle Richtungen schleudern durfte, kam der Tag des Frank Schaefers, bisheriger Trainer der Jugend.

Mehr dazu im nächsten Teil.

In diesem Sinne
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