Stagnation im Vorstand - Die Mannschaft muss es richten!
Vorbericht | VfB Stuttgart : 1. FC Köln
18.11.2010 20:25 | Guido Stollenwerk
Als FC-Fan muss man diese Jahreshauptversammlung erstmal verdauen. Viele Emotionen -
wenig Bewegung. Ein Fazit kann es nicht geben, denn es geht weiter wie bisher.
Das wichtigste wurde bereits vor der offiziellen Eröffnung der Jahreshauptversammlung
verkündet. Sowohl Michael Meier als auch Wolfgang Overath treten nicht zurück. Aha.
Trotz riesigen Andranges wurde das Programm stur abgespült. Immerhin gab Overath den
frustrierten Fans Zucker, als er Fehler bei allen Verantwortlichen zugab.
Doch eine Erklärung, ein Plan, eine Strategie oder auch nur eine Idee wie es nun
weitergehen soll wurde mit keinem Wort erwähnt. Doch eines, das Trainerduo Frank Schaefer
und Dirk Lottner hat vorerst bis zur Winterpause das Vertrauen erklärt bekommen. Alles
andere hätte die Stimmung im Saal wohl auch zum Überkochen gebracht.
So liegt die Verantwortung bei der Mannschaft des 1. FC Köln. Ein schweres Stück Arbeit
wartet auf fleißige Hände bzw. Füße. Schaefer konnte im kurzfristig angesetzten Testspiel
am Dienstag gegen Fortuna Düsseldorf mit Sicherheit die ein oder andere Erkenntnis für
die 1. Mannschaft gewinnen.
So konnten Christopher Schorch, Petit, Christopher Buchtmann und Alexandru Ionita wieder
Spielpraxis sammeln.
Man darf davon ausgehen, dass Schaefer strukturell in der Mannschaft wenig ändern wird
und am 4-2-3-1 System festhalten dürfte. Und, trotz der technischen und könnerischen
Unterschiede der Spieler, ab sofort darf nur die maximale Leistung zählen. Es geht ab
jetzt um jeden Sieg und Punkt für den 1. FC Köln!
So dürfte in Zukunft Miso Brecko bei schlechter Leistung auf dem Platz genauso mit einer
Auswechslung rechnen wie Lukas Podolski oder Milivoje Novakovic. Auch wenn die
letztgenannten Spieler weiterhin die Hoffnung für einen Sieg stellen.
Bereits letzte Saison konnte der 1. FC Köln einen Sieg in Stuttgart erreichen. Hoffentlich
kein schlechtes Zeichen, dass die letztmaligen Torschützen Alexander Freis (verletzt) und
Wilfried Sanou (Urawa Red Diamonds) nicht im Kader stehen. Und da ist da noch die
denkwürdige 1:5 Klatsche aus dem letztmaligen Aufeinandertreffen.
Es ist eine schwere Last, die die Mannschaft nun zu schultern hat, aber die
Jahreshauptversammlung hat gezeigt, dass Verantwortung von den Verantwortlichen nur
ungern getragen wird.