Auf ein Neues FC!
Vorbericht | 1. FC Köln : VfL Wolfsburg
25.11.2010 19:45 | Guido Stollenwerk
Am Sonntag will der 1. FC Köln mit dem letzten Spiel des Spieltages seine Chancen auf den
Abstieg weiter mindern. Zudem würde mit einen weiteren Sieg ein wenig Ruhe am Geißbockheim
einkehren. Doch heißt es abwarten.
Immerhin hat der 1. FC Köln erst zum dritten Mal in dieser Saison die Möglichkeit zwei
Siege hintereinander zu holen. Zeit wäre es allemal! Doch ob es gegen den VfL Wolfsburg
so einfach werden wird?
Bisher glänzte der 1. FC Köln in dieser Saison in nur einem Punkt: Unbeständigkeit. Gründe
für den Bruch dieser Leistung? Beim 1. FC Köln liegt mittlerweile der komplette Fokus
darauf, aus der Mannschaft alles rauszuholen. Verantwortlich dafür ist kein anderer als
Frank Schaefer. Konsequent geht er die Probleme an. Bestes Beispiel ist Adil Chihi.
Von vielen Fans wurde er als Hoffnungsträger auf der Außenbahn von seiner langwierigen
Krankheit zurück erwartet. Doch zähe Vertragsverhandlungen und, dem Anschein nach,
mangelnde Einstellung beim Training lassen einen Einsatz vorerst nicht zu. Schaefer
erwartet bei Chihi eine Reaktion. Doch anstatt das Gespräch zu suchen und sich durch
Leistung aufzudrängen, verharrt er stur in der Regionalliga.
Dafür ist der Läufer mit unerschöpflichem Lungenvolumen nah an einem weiteren Einsatz der
Saison. Sebastian Freis hat seine Schulterverletzung auskuriert und wartet auf seine
Chance. So sehr man seine Laufarbeit schätzen muss, als FC-Fan hofft man, dass Schaefer
ihm noch den ein oder anderen Kniff am Ball beibringen kann und Freis zu der Stärke
findet, die ihn damals beim Karlsruher SC ausmachte.
Eine fragliche Personalie beim 1. FC Köln ist weiterhin der Linksverteidiger. Auch Schaefer
musste erkennen, dass Jungtalent Stephan Salger im harten Abstiegskampf eine Schwäche für
das Team sein kann. Doch werden seine Chancen noch nicht abgelaufen sein. Sein momentanes
Pendant Fabrice Ehret zeigt nämlich keine Leistung, die Salger abschreiben würde. Schade
für Ehret, weiß doch ganz Köln, das Fabrice Ehret absolut kein geborener Linksverteidiger ist. Doch
seine Chance unter Schaefer im linken Mittelfeld spielen zu können hat er nicht genutzt.
Daneben ist unter dem Deckmantel einer "ruhigen Vorbereitung" die Position des
sportlichen Managers offiziell vorerst kein Thema. Auch wenn dies einigen Fans übel aufstößt, in
dieser momentanen Situation muss man jegliche Möglichkeit nutzen, die Mannschaft weiter
aufzubauen statt abzulenken. Fraglich, ob der im Internet geplante "stille Protest" beim
Heimspiel eine Hilfe für die Mannschaft sein wird.
Das Team will jedenfalls für Michael Meier spielen. Ein schlechtes Omen für Meier. Denn
wer garantiert eine Fortsetzung der Leistung und Einstellung vom Spiel gegen Stuttgart?
Vermutlich keiner. Durch diese Aussage werden wir jedenfalls ein klares Ergebnis bekommen.
Verlieren wir, ist Meier nicht mehr zu halten. Gewinnen wir, haben wir endlich einen
kleinen Trend gegen den Abstieg vorzuweisen.