Drei Punkte sind Pflicht!
Vorbericht Hannover 96 : 1. FC Köln
20.10.2010 18:10 | Guido Stollenwerk
Beim 1. FC Köln herrscht Chaos, Overath verweilt bis Donnerstag weiterhin im Urlaub
während am kommenden Samstag das erste wirkliche Endspiel in Hannover ansteht.
Michael Meier gibt unumwunden zu: "Unsere Außendarstellung ist zum Weglaufen."
Fraglich warum dann Michael Meier, offizieller sportlicher Geschäftsführer, immer noch
Interviews gibt während Christopher Lymberopoulos, offizieller Pressesprecher, dem
Anschein nach weiterhin im Untergrund arbeitet. Wo kann man das letzte Interview dieses
Herrn nachlesen?
Es muss endlich Ordnung, Struktur und Einigkeit beim 1. FC Köln einziehen!
Das fängt damit an, dass Wolfgang Overath als Präsident und Hauptverantwortlicher seinen
Urlaub hinten anstellen sollte, Michael Meier endlich den Kader in Absprache mit dem
Trainer optimiert anstatt pausenlos mit dem Medien zu schwadronieren und Trainer sowie
Mannschaft daran arbeiten, konsequent ihre Leistung zu optimieren.
Es muss eine positive Einstellung her! Weder eine "Larifari-" noch eine
"Was soll ich tun"-Haltung hilft dem 1. FC Köln weiter! Von daher zeigen wir Euch
Interviews von Hannoveranern nach dem letzten Auswärtsspiel gegen 96. Eine kleine Hoffnung
auf eine Wiederholung besteht:
Roland Koch, ehemaliger Co-Trainer von Christoph Daum beim 1. FC Köln, hat beim aktuellen
FC-Stammtisch den
Kern der Sache richtig erfasst. Es muss die derzeit fehlende Leidenschaft von jeder Seite
aus vorgelebt werden. Dazu gehört ein Management, dass ihre Mannschaft stark redet. Das
sich fragt, warum Lukas Podolski mit seinen Äußerungen an die Öffentlichkeit gegangen
ist, anstatt auf Vertragsbestandteile zu pochen. Ein Management das Aufgaben und
Entscheidungen des Trainers nicht mehr vorweg nimmt.
Ebenso gehört ein Trainer dazu, der konsequent an den Mängeln der Mannschaft arbeitet und
nicht darauf verharrt, dass manche Spielerpositionen nur unzureichend besetzt sind. Ein
Trainer, der die Jugend mit ins Boot holt, den erfahrenen Spielern Verantwortung gibt
und es schaffen sollte, dass die Mannschaft bei Anpfiff auf einen Sieg brennt und alles
dafür geben wird. Dazu muss defensiv wie offensiv endlich eine klare Handschrift
erkennbar sein, die Stellungsspiel, taktische Verschiebungen und einstudierte Spielzüge
beinhaltet.
Letztlich gehört auch die Mannschaft mit dazu. Es kann nicht sein, dass sich manche
Spieler hinter den Größen des Teams verstecken, manche ihren falschen Ehrgeiz nicht im
Dienst der Mannschaft schlucken und sie nicht als Mannschaft auf den Platz stehen. Wir
sind nicht Bayern München. Es ist normal, dass unsere Spieler in jedem Spiel Fehler
machen. Egal ob jung oder alt. Dafür muss die Mannschaft so eng zusammen stehen, dass
jeder die Fehler der anderen ausbügelt.
In allen oben angesprochenen Punkten hat der 1. FC Köln deutliche Defizite. Ob ein
Personalwechsel nötig ist und wie er aussehen soll, liegt am Vorstand. Aber es wird Zeit,
die Probleme endlich zu bereinigen und den 1. FC Köln wieder als eine Einheit zu
präsentieren. Das geht nicht sofort und von heute auf morgen. Aber gegen Hannover könnte
es ein Anfang sein!