Nach zwei Niederlagen und einem Torverhältnis von 3:7 ist eine kurze Erholungsphase,
bedingt durch Länderspielpause, angesagt. Da Kölner Medien bereits jetzt den Untergang
prophezeien, ist es Zeit für eine Zwischenanalyse.
Die Transfers:
Als wichtigste Neuzugänge wären Martin Lanig, Mato Jajalo und Alexandru Ionita zu nennen,
die alle schon Spielpraxis vorweisen können. Für die Offensive des 1. FC Köln durchaus
gute Transfers. Mit Miro Varvovic, Andrezinho, Konstantinos Giannoulis und Christopher
Buchtmann sind weitere Perspektivspieler geholt worden.
Das Konzept von Michael Meier nach der letzten Saison lautete: "Auf die Jugend setzen -
das fehlende Mittelfeld optimieren - torgefährliche Außenverteidiger verpflichten." Damit
hat er zwei von drei Punkten abgearbeitet.
Bei den Außenverteidigern herrscht weiterhin große Not. Stephan Salger und Konstantinos
Giannoulis auf links und Miso Brecko und Andrezinho auf rechts konnten sich noch nicht
beweisen. Giannoulis und Andrezinho standen bisher nicht einmal auf dem Platz.
Somit ist der Frust der Kölner Fans, denen die "Flügelzange Tosic und Cicero" nach
Aussagen Meiers noch in den Ohren liegt, sowie die weiterhin offenen Baustellen der
Außenverteidiger, verständlich. Insbesondere die Außenverteidiger konnten wieder einmal
nicht qualitativ besetzt werden. Ein Problem, das bereits letzte Saison der Fall war.
Die Abwehr:
Es wäre zuviel verlangt, dass die momentanen Linksverteidiger Salger und Giannoulis eine
starke Saison spielen werden. Sie sind beide jung und talentiert. Besonders Salger glänzt
mit Ruhe und Übersicht am Ball. Doch gegen die geballte Offensivmacht von Bremen fehlte
ihm schlichtweg die Erfahrung und sah ein paar Mal sehr schlecht im Zweikampf aus.
Deswegen brauchen sie Unterstützung von der erfahrenen Innenverteidigung. Hier ist zu
hoffen, dass die eigentliche Innenverteidigung mit Geromel und Mohamad bald Abhilfe bei
diesen Problem schafft.
Damit wurde das aktuell größte Problem benannt. Wer hätte schon erwartet, dass zum
Saisonstart die bis dahin glänzende Innenverteidigung weg brechen würde und McKenna und
Pezzoni mit der Arbeit überfordert sind?
Da neben McKenna Christopher Schorch als nomineller Innenverteidiger noch nicht wieder
genesen ist hat Soldo richtiger Weise Pezzoni bereits in der der Vorbereitung als Innenverteidiger
spielen lassen. Warum bei der aktuten Not Marvin Matip, der stets mit vollem Einsatz
gespielt hat, daraufhin den Kader verlassen durfte, bleibt fraglich.
Miso Brecko kann weiterhin nicht als offensiver Außenverteidiger bezeichnet werden. Zudem
hat er seine Stärke in der Defensive verloren. Hier dürfte es nur noch eine Frage der
Zeit sein, bis Andrezinho seine Chance erhält. Sollte auch dieser Versuch nicht fruchten,
darf die Frage gestellt werden, warum Manager Michael Meier nicht mehr auf dem
Transfermarkt aktiv wurde, da er den aktuellen Kader für ausreichend besetzt hält.
Bienvenue Basala-Mazana scheint bisher auf dieser Position nicht ernsthaft berücksichtigt
zu werden.
Bald folgt Analyse Teil II.
In diesem Sinne
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