Zeit für den letzten Teil unserer dreiteiligen Zwischenanalyse. Das Spiel gegen St. Pauli
wartet! Deswegen beleuchten wir nun die Chancen des Trainers und das Ergebnis.
Der Trainer:
Zvonomir Soldo behält weiterhin seine ruhige Austrahlung. Trotzdem scheint er mehr mit
der Mannschaft zu kommunizieren als letzte Saison. Es sieht so aus, als ist er weiterhin
deutlich akzeptiert in der Mannschaft. Dass man seinen Forderungen nach Verstärkungen nur
unzureichend nachgegangen ist, hat er nicht zu verantworten. Dementsprechend bleibt ihm
nichts anderes übrig wie letzte Saison: Das Beste aus dem vorhandenen Kader zu machen.
Angesichts der Tatsache, dass im Spiel gegen Kaiserslautern seine neuen taktischen
Vorstellungen nach zwei Minuten über den Haufen geworfen waren und dem Fakt, dass ein
Sieg in Bremen nicht erwartet werden darf, fällt es schwer hier eine Prognose zu geben.
Dank des selbst aufgelegten Drucks durch Herrn Meier und den Kölner Medien steht er nun
fast mit dem Rücken zur Wand.
Soldo hat unbestreitbar Fehler in der Vergangenheit begangen. Doch man erkennt auch
deutlich, dass er gerne an sich und mit der Mannschaft arbeitet und dazulernt.
Fazit:
Die Saison ist zu kurz, um angemessen über den Verlauf der Saison 2010/2011 urteilen zu
können. Auf den ersten Blick ist der Eindruck selbstverständlich verheerend. Doch blickt
man auf die Kommunikation der Mannschaft, den Willen und deren Laufbereitschaft darf man
zuversichtlich sein. Zudem belegen fünf erzielte Tore aus drei Spielen, dass die
Offensive auf einem guten Weg ist.
Trotzdem muss man so realistisch sein und Michael Meiers Äußerungen "Hauptsache der 1. FC
Köln steht vor Mönchengladbach" sowie "Wir versuchen Leverkusen anzugreifen" vorerst
ignorieren. Jedem sollte bewusst sein, dass die Gefahr des Abstiegs zu jeder Zeit
eintreffen kann.
Und wenn hier der Verein, die Fans und auch die Kölner Medien zusammenhalten und versuchen
Kontinuität in den Verein zu bringen, dürfte das letzte Wort zum Thema "Abstieg" noch
lange nicht gesprochen sein. Wobei dies den Kölner Medien zurzeit leider etwas schwer
fällt, wie man an den "Schlagzeilen-Zitaten" und dem tatsächlichen Inhalt der Interviews
unschwer erkennen kann.
Ein Trainerwechsel nach nur zwei Spieltagen wäre eine vollkommen falsche Entscheidung.
Gegen den Aufsteiger St. Pauli vor eigenem Publikum mit einer Mauertaktik einen Punkt ergattern zu wollen
allerdings genauso.
Der 1. FC Köln muss seinen Anspruch, Mut und Willen zu 110 % auf dem Platz zeigen! Mit
Geromel und Mohamad, der eigentlichen "Stamm-Innenverteidigung", dürfte man dem Anspruch
ein gutes Stück näher rücken.
In diesem Sinne
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