Während die Nationalspieler des 1. FC Köln wieder Einzug am Geißbockheim halten, denkt
ganz Köln nur noch an das kommende Heimspiel gegen St. Pauli.
Bedingt durch die Länderspielpause gab es teils ausufernde Diskussionen über die
momentane Lage des FC. Höchste Zeit, dass der erste Dreier vor heimischem Publikum
geholt wird. Größte Hoffnungsträger sind dabei der wieder genesene Pedro Geromel und
Lukas Podolski.
Geromel wird die, bisher auffällig anfällige, Defensive verstärken und mehr Sicherheit
ins Spiel bringen. Podolskis Leistungskurve zeigt weiterhin stark nach oben. In Köln
zeigte er allen Kritikern, dass seine schwache zweite Halbzeit im Länderspiel gegen
Belgien keine Formkrise andeute, sondern ganz normale, kollektive Formschwankungen sind.
Treffend analysierte er die Reporterfrage, was sich zwischen den Spielen Belgien und
Aserbaidschan veränderte hatte mit dem Kommentar "Nix!"
Doch Lukas Podolski alleine wird dem FC nicht den ersten Sieg bescheren. Hier ist der
ganze Einsatz der kompletten Mannschaft gefordert! So grübelt ganz Köln über eine
Änderung der Startaufstellung.
Es wäre ein schlechtes Zeichen, wenn Zvonimir Soldo die Taktik und Formation bereits nach
zwei Spieltagen ändern würde. Ungeachtet des Fakts, dass Punkte geholt werden müssen,
sollten die Spieler weiterhin Ihre Chance erhalten. Lediglich die Optimierung bedarf
der Besserung!
So darf Andrezinho zu recht auf einen Einsatz gegen St. Pauli hoffen, um die Abwehr neben
Geromel zu verstärken. Der junge Stephan Salger sollte weiterhin die Chance erhalten,
sich zu beweisen. Will man dem Motto "Wir setzen auf die Jugend" weiterhin treu bleiben,
wäre es sicherlich das falsche Zeichen, ihn nach zwei Spieltagen wieder auf die Bank zu
befördern.
Stattdessen sollte man auch im Mittelfeld auf die gesetzten Akteure Petit, Jajalo, Lanig
und Yalcin setzen. Wenn dort dann die Taktik nicht umgesetzt werden sollte, stehen mit
Buchtmann, Ehret, Yabo, Clemens und Brosinski genügend Spieler bereit, die heiß auf
einen Einsatz sind.
Somit wären Podolski und Novakovic im Sturm gesetzt. Beide haben in ihren letzten
Länderspielen getroffen. Beide sind sicherlich gewillt, ihre Qualitäten auch gegen den
Aufsteiger Pauli zu beweisen. Falls dies nicht klappen sollte, wissen sicher Ionita und
Freis ihre Chance zu nutzen.
Es muss endlich Kontinuität in die Strukturen des 1. FC Köln kommen. Dazu gehört,
konsequent ein bis zwei Spielsysteme einzuarbeiten und beizubehalten. Daneben sollte sich
eine feste erste Startelf finden und bei Bedarf den Jungspunden durch Einwechslungen
Chancen geboten werden.
Sicherlich wird keine Startelf 34 Bundesligaspiele am Stück absolvieren können. Aber nach
nur zwei Spieltagen alles in Frage zu stellen ist der falsche Weg! Vielmehr wird es Zeit, dass die
Mannschaft zeigt was in ihr steckt. Denn eins wissen sie ganz genau. Der FC-Fan verlangt
mittlerweile nicht mehr viel. Nur absoluten Einsatz, Siegeswillen und Moral!
In diesem Sinne
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