Logo
Link Startseite Link 1. FC Köln Link Fanblog Link Forum Platzhalter Link Impressum
St. Pauli
Ernüchterung am Millerntor!
20. Spieltag | St. Pauli 3:0 1. FC Köln

30.01.2011 11:35

Nach einer Woche schweben auf der Wolke Hoffnung holt der 1. FC Köln im Kollektiv seine Fans wieder auf den knallharten Boden der Realität. Die Achterbahnfahrt der Leistung nimmt wieder an Fahrt auf. Einzig Michael Rensing scheint in der Lage, sich dem zu entziehen. Wobei der Fairness halber erwähnt werden muss, dass auch Pedro Geromel zu einer der Konstanten beim FC gehört. Leider konnte er dies mit einer Gelbsperre nicht belegen.

Es hätte ein tolles Wochenende werden können. Nach einer beeindruckenden Leistung gegen Bremen keimte Hoffnung auf, dass jeder Spieler beim 1. FC Köln endlich die Lage erkannt hat und sich für den Nichtabstieg nun zerreißt. Doch wie gemeinsam gegen Bremen gefightet wurde, ließ man sich nun auseinander nehmen. Wäre Rensing von dieser Nichtleistung angesteckt worden, der Sieg von St. Pauli hätte auch knapp zweistellig ausfallen können.

Dabei fing alles noch relativ harmlos an. Nachdem einzigartigen Einlaufen ins Millerntor-Stadion, begleitet dabei vom Rockklassiker "Hell's Bells", begrüßten sich die beiden Kapitäne Podolski und Asamoah herzlich zur Ball- und Seitenwahl. Beide Mannschaften begannen zunächst etwas fahrig und versuchten ins Spiel zu kommen.

Bereits in der 2. Minute rutschte Fabrice Ehret auf dem linken Flügel weg, konnte aber noch die Flanke zu Milivoje Novakovic schlagen. Doch eine Chance ergab sich daraus nicht. Eine Minute später schickte Podolski Kollege Peszko, doch der verlor das Laufduell, der Ball kam vor dem eigenen Strafraum und Neuzugang Tomoaki Makino klärte das erste Mal in der neu formierten Abwehr vor Gerald Asamoah. Nachdem Martin Lanig in der 6. Minute den Ball schön auf Peszko durchgesteckt hatte, erreichte er den Ball knapp vor der Torauslinie und spielte flach quer Richtung Novakovic. Doch der an Pauli ausgeliehene Thomas Kessler nahm den Ball vom Boden auf.

In der 9. Minute hatte St. Pauli die erste gute Möglichkeit. Max Kruse setzte sich gut am Strafraum durch und zog ab, doch der Ball ging links am Tor vorbei. Nach zögerlichem Beginn stand Köln nun immer tiefer in der eigenen Hälfte. Eine Minute später kriegte Andrezinho den Ball nicht weg und Makino klärte ein weiteres Mal den Ball. In der 15. Minute hatte der FC dann die vielleicht beste Chance des gesamten Spiels. Lukas Podolski spielte aus der Zentrale den Ball hart auf den gestarteten Novakovic. Dieser nahm den Ball zwar gut an, legte sich in aber eine Spur zu weit vor. Der aufmerksame Kessler war schon auf dem Weg Richtung Strafraumlinie und Novakovic versuchte nicht durchzuziehen sondern drehte ab.

Pauli wurde nun, da Köln im Mittelfeld auch keine Gegenwehr bot, immer stärker und der Druck wuchs. Die wirklich desolaten Platzverhältnisse waren da auch keine Entschuldigung, denn den Kampf kann man auch auf diesen Acker annehmen. Zudem war es St. Pauli immer mehr möglich, auch auf diesen Platz ein wenig zu zaubern. So stand Fabian Boll nach schöner Passkombination vorm Strafraum und zog ab, doch drehte sich der Ball vom Tor weg und ging vorbei. Eine Minute später und damit in der 27. Minute bekam Köln wieder den Ball nicht vom eigenen Strafraum weg und Martin Lanig schmiss sich stark in den Schussversuch von Matthias Lehmann.

Die Hoffnung, dass Köln noch den Kampf annehmen würde bekam in der 30. Minute einen herben Dämpfer. Charles Takyi, von Christian Eichner nur bedingt bedrängt, zog aus 23 Metern halb rechts vor dem Kölner Tor einfach mal ab. Der Ball senkte sich über den sich machtlos streckenden Rensing ins linke Eck. Damit führte Pauli 1:0. Ein Wahnsinnstor! Rensing stand zwei Meter zu weit vor seinem Tor, das ist korrekt. Doch ein Schuss aus dieser Position darf eigentlich nicht aufs Tor kommen und Rensing lauerte eher auf einen Einsatz im Strafraum. Schwierig zu sagen, ob dieses Tor auf Rensings Kappe geht oder nicht. Am Spielverlauf änderte sich dadurch allerdings nichts.

Sechs Minuten später legte Pauli nach. Nachdem Köln weiterhin extrem tief in der eigenen Hälfte stand hob Makino das Abseits beim Zuspiel auf Asamoah auf, dieser setze sich stark gegen 3 Kölner durch und stand allein vor Rensing. Seinen Schussversuch konnte Rensing gut parieren, der Abpraller landete allerdings bei Takyi, der ruhig und clever den Ball an Keeper und Abwehr vorbei ins Tor spielte.

Nach der Halbzeit brachte der enttäuscht wirkende Frank Schaefer Miso Brecko und Mato Jajalo für Andrezinho und Peszko. Doch das änderte wenig am Spielverlauf, worüber es wenig zu berichten gibt.

Der 1. FC Köln zeigte weiterhin absolut keine Gegenwehr und Pauli konnte schalten und walten wie sie wollten. Selbst fällige Standards, von Podolski oder Clemens geschossen, waren einfach nur harmlos. So bleibt nur noch zu erwähnen, dass der gegebene Elfmeter für Pauli in der 75. Minute einem zwar hart vorkommen kann, ändert aber nichts daran das Pauli noch viel höher hätte gewinnen können. Eichner legte bei einer kommenden Flanke die Hand bei Fin Bartels auf und dieser kam zu Fall. Rensing ahnte zwar die Ecke von Bruns geschossenem Elfmeter, aber dieser war zu platziert geschossen. Immerhin hatte Rensing danach noch zahlreiche Gelegenheiten sich auszuzeichnen. So klärte er in den letzten zehn Minuten viermal auf teils spektakuläre Weise.

Schönste Spielszene:

Das 1:0 von Charles Takyi! Objektiv betrachtet ein wunderschönes Tor, auch wenn es die derbe Klatsche einläutete.

Spielfazit:

Trotz der neu formierten Abwehr, dort wurde das Spiel nicht verloren. Auch wenn mit Geromel und Mohamad ein erfahrener Turm in der Brandung fehlte, dass Spiel wurde im Mittelfeld verloren. Lanig, Matuschyk und Podolski hatten Pauli absolut nichts entgegen zu setzen. Gerade von Podolski, der als Kapitän stets bei Leistung und Einsatz voran gehen muss, war das einfach zu wenig. Wenn es defensiv drauf ankommt, kann man gar nicht genug Petits Fähigkeiten zu schätzen wissen. Denn wenn einer fehlte, dann er.

Leider gab die schwache Leistung von Podolski seinen Kritikern neuen Zündstoff, dass er eine Mannschaft nur führen kann, wenn sich der Gegner nicht sonderlich wehrt. Umso erstaunlicher seine Äußerungen nach dem Spiel: "Wenn ich unsere Leistung heute sehe, habe ich Angst. Wenn wir keine Konstanz rein bekommen - und da nehme ich mich mit rein - dann wird es schwer, die Klasse zu halten." Bei allem Respekt, anstatt nach dem Spiel so auf die Kacke zu hauen, hätte Podolski im Spiel genug Gelegenheiten gehabt, genau dem entgegen zu steuern! Doch er versteckte sich auf dem Platz, genauso wie der Rest des Mittelfeldes. Ein weiterer Auftritt mit dieser Leistung und der Kapitän höchstpersönlich bewirbt sich für die Bank, so hart das auch klingen mag.

Den FC-Fans bleibt nach diesem Spiel nur eine Erkenntnis: Egal welche Leistung der 1. FC Köln zeigt, dass Bangen vor dem nächsten Spiel kommt bestimmt!

In diesem Sinne
FC-blog

Gleich im Forum mitdiskutieren!



zurück
Info Bundesliga
Spielpaarung

Info Werbung
Werbung

Info Mann des Spiels
Mann des Spiels

Aufstellung
Spieler
Trenner
Spieler
Spieler
Spieler
Spieler
Trenner
Spieler
Spieler
Trenner
Spieler
Spieler
Spieler"
Trenner
Spieler
Trenner
ab 45. Minute für Andrezinho: Spieler
ab 45. Minute für Peszko: Spieler
ab 76. Minute für Matuschyk: Spieler
Trenner
Benotungssystem

Link twitter Link RSS-Feed Link facebook

Info Spielplan
Saison 2010/2011

Info Zitate Zitatsammlung

Info Spielplan
Saison 2010/2011


Auflösung optimiert für 1024x768 Pixel