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Grafitti 1. FC Köln Kader, Vorbereitung und Finanzen
14.07.2011 18:10

Es herrscht eine ungewohnte aber durchaus angenehme Ruhe am Geißbockheim. Fragend liest man sich durch die Gazetten der Medienwelt, was es denn so neues gibt. Und das ist, gemessen an den letzten Sommerpausen, ein wenig dürftig. Kommt wirklich einmal Ruhe in den Verein?

Klar, es wurde von Anfang an betont, dass der finanzielle Spielraum für Transfers eng begrenzt ist. Aber das war es ja irgendwie jedes Jahr. Und am Anfang der Sommerpause blühten auch noch die gewohnten Transfermeldungen über den Bildschirm, wer denn so tolles ans Geißbockheim gelotst werden solle. Doch mit der Zeit kristallisierte sich heraus, dass tatsächlich das Thema Transfers systematisch weiter angegangen wird. Vorbei die Zeiten des "den hol ich mal eben fix"-Transfers sowie "da bin ich mit meinem Hut dabei"-Aktionen. Und das tut gut! Zwar muss bei einem Bundesligaverein die Spielerfluktuation konkurrenzbedingt ein gewisses, sagen wir mal Niveau haben, aber beim FC ging das stets ohne Plan und Gewissen vonstatten. Zudem gewisse Transfererlöse gleich null waren.

Gut, Transfererlöse haben wir auch diese Sommerpause nicht erzielt. Dafür wurde aber ordentlich mit dem Besen gekehrt und der Kader sinnvoll verkleinert. Nebenbei hatte man seine Wunschtransfers und hat diese bravourös gemeistert. Wenn man den Medien glauben darf, wurde die Kaufsumme für Mato Jajalo von drei auf zwei Millionen gedrückt und auch der Transfer von Sascha Riether dürfte kaum mehr als zwei Millionen gekostet haben. Vier Millionen für zwei Spieler sind auch erstmal eine Menge Holz, jedoch ist die hinzugewonnene Qualität nicht zu unterschätzen. Hinzugesellen darf sich Odise Roshi, ein albanisches Talent von dem Volker Finke überzeugt scheint. Letztendlich zählen auch noch die Transfers aus der Winterpause, die zu einhundert Prozent gesessen haben.

Allzuviel dürfte auch nicht mehr passieren. Zwar hatte der FC angedeutet, das volle Transferfenster bis zum 31.08 nutzen zu wollen, aber viel wird nicht mehr gehen. Eng werden könnte das schon, denn Solbakken würde zu einem ordentlichen Stümerbackup sicherlich nicht nein sagen. Doch angesichts der jüngst veröffentlichten Bilanz des Jahres 2010 ein wenig Wunschdenken.

Vorweg, mit Bilanzen eines Fußballvereins kenn ich mich wenig bis gar nicht aus. Mir persönlich reicht es erstmal, dass der Schuldenstand zum Juni 2010 mit 31.359.416,68 Euro ausgewiesen ist. Das ist wahrlich kein Pappenstiel, doch sind wir mit solchen Verbindlichkeiten auch nicht alleine. Dass da der Gürtel enger geschnallt werden muss sollte klar sein.

Für mich steht daher nun der Kader. Bis auf den Sturm sind alle Mannschaftsteile mehr als ausreichend besetzt. Vielleicht ist mit den Youngstern Kialka und Uth eine neue Stürmerhoffnung in den Profikader eingezogen. Vielleicht knüpft, wenn es denn der Zufall will, auch mal Sebastian Freis nach jüngster überstandener Verletzung mal wieder an seine Leistung aus Karlsruher Zeiten an. Ich persönlich habe auch Alexandru Ionita noch lange nicht abgeschrieben. Auch wenn er vorerst noch längere Zeit verletzungsbedingt ausfallen wird, erinnere ich mich noch gern an die Anfänge von Novakovic beim FC. Von daher, abwarten.

Ståle Solbakken jedenfalls arbeitet in Ruhe mit der Mannschaft. Und mit welchem Elan und Engagement er die Mannschaft zu seinen Vorstellungen von Fußball bringt ist schon beeindruckend. "Deutsches" Treppenlaufen interessiert ihn herzlich wenig. Jede Übung mit Ball dagegen wird gerne eingebaut. Da nimmt sich dann der gute Mann auch mal gerne eine halbe Stunde Zeit und schiebt die Spieler bei einer Übung auf dem Platz hin und her, um das taktische Gefüge besser zu visualisieren. Und das wird nicht das letzte Mal gewesen sein. Er hat ganz konkrete Vorstellungen, weicht von diesen nicht ab und verbindet Lockerheit mit dem nötigen Ernst. Bisher stets im Trainingsanzug und immer nah an der Mannschaft schaut das alles verdammt gut aus.

Aber jeder weiß auch, dass am Ende nur das Ergebnis zählt. Doch bis dahin ist ja noch etwas Zeit. Schön zu wissen, dass Ergebnisse von Testspielen so gar nichts aussagen. Denn wenn es danach ginge, wäre die Vorbereitung bisher schlecht gelaufen. Nach einem 23:0 gegen den TSV Langeoog folgten Niederlagen gegen den SC Paderborn (1:4) sowie den FSV Frankfurt (0:3). Das hierbei wirklich alles mögliche von Solbakken getestet wurde ist unbestritten. Von daher dürften auch hier hilfreiche Erkenntnisse gezogen worden sein. Gegen höherklassige Gegner sah die Sache nun schon ein wenig anderes aus. Auch wenn in den Spielen gegen den SV Thun (2:2) und Spartak Moskau (1:0) schon ein Grundschema der ersten Elf zu erkennen war, wurde auch noch in diesen Spielen einiges ausprobiert.

So ist für mich bisher nur Rensing, Mohamad, Geromel, Riether, Podolski und Novakovic eindeutig gesetzt. Bei der Formation darf man immerhin zwischen dem altbekannten 4-2-3-1 und Solbakkens Wunschsystem 4-4-2 würfeln. Auch hier ist noch nichts entschieden.

Mein Fazit fällt zuversichtlich, aber trocken aus. Die Ausrichtung des Kaders, Trainerstabes und Verwaltung zeigt eindeutig in eine positive Richtung. Nur Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Solbakken fordert ein hohes Maß an Konzentration, Spielverständnis und Gefühl im Fuß. Bis seine Vorstellungen vom Spielaufbau jedem Spieler ins Blut übergegangen ist, kann es durchaus noch ein wenig länger als bis zum Saisonanfang dauern. Trotzdem bin ich mir sicher, dass wenn Fans, Medien und Verantwortlichen dieser Konstellation ausreichend Kredit einräumen, wir letztendlich eine mehr als ordentliche Saison spielen werden. Geduld ist hier eine Tugend. Auch wenn uns Kölnern das, quasi genetisch bedingt, unheimlich schwer fällt.

In diesem Sinne
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