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HSV Auswärtssieg und drei Punkte im Gepäck
04. Spieltag | Hamburger SV 3:4 1. FC Köln

28.08.2011 14:15

Was war das nur für ein Spiel! Zweimal in Rückstand geraten, zweimal ausgeglichen und zweimal einen Rückstand zur Führung gedreht. Man kann fast alles über das Spiel sagen, außer das es eine klare Linie hatte. Dafür hatte Solbakken das berühmt berüchtigte "goldene Händchen"!

Gegenüber dem Spiel gegen Kaiserslautern gab es nur eine personelle Änderung in der Startelf, Neuzugang Henrique Sereno kam zu seinem Debüt, Kevin McKenna musste vorerst auf der Bank Platz nehmen. Weiterhin verletzt waren Michael Rensing und Kevin Pezzoni, Lukas Podolski saß angeschlagen auf der Bank. Nach der Seitenwahl konnte es auch schon losgehen.

Im Freundeskreis hatte ich großspurig drei Punkte angekündigt, dementsprechend gespannt verfolgte ich die ersten Minuten. Und da passierte ja schon so einiges, abgesehen von der kommenden Geldstrafe für den FC, da einige Idioten schon wieder Bengalos abfeuern mussten. Wir hams ja…

Nachdem Novakovic per Schuss aufs Tor eine Ecke herausgeholt hatte die nichts einbrachte (3. Minute) und Westermann auf der Gegenseite die gleiche Aktion brachte (8. Minute) wackelte zum ersten Mal das Alu. Nach Freistoß von Aogo kam erneut Heiko Westermann an den Ball und köpfte die Pille mit Wucht an die Latte (9. Minute). Danach wurde FC ein weiteres Mal Opfer einer Fehlentscheidung. Aber keine Sorge, es sollten noch weitere folgen. Geromel klärte ohne Berührung Aogos den Ball im Strafraum. Beide gingen mit hohem Bein in diesen Zweikampf und Aogo kam dabei mehr in Schieflage und ging zu Boden. Schiedsrichter Florian Meyer winkte bereits ab, als der Linienrichter emsig mit der Fahne wedelte und auf Elfmeter entschied. Fehlentscheidung. Maximal hätte es wegen gefährlichen Spiels beider (hohes Bein) indirekter Strafstoß geben dürfen. Mladen Petric war das herzlich egal und versenkte eiskalt das Ding. 0:1 nach elf Minuten. Schon wieder ein Rückstand. Meine Zuversicht erhielt einen Dämpfer.

Doch von Hamburg kam danach nicht allzu viel und so suchte der FC sein Glück in Kontern. Nach einer halben Chance durch Novakovic (18. Minute) folgte drei Minuten später ein simpler aber effektiver Angriff des FC. Slawomir Peszko kam über die linke Seite und spielte auf Novakovic, der mit dem Rücken zum Strafraum stand. Nach einer halben Drehung entschied er sich, dass der Doppelpass doch die beste Alternative wäre und schickte Peszko bis zur Grundlinie. Toll wie dieser den Ball aus vollem Lauf dann an den zweiten Pfosten spitzelte und der allein gelassene Chihi musste nur noch seine Breitseite hinhalten. 1:1 Ausgleich in der 21. Minute. Die "Kaiserslautern-Ausgleichs-Faust" erhob sich in meinem Wohnzimmer!

Es blieb allerdings vorerst ein wenig mau. Defensiv stand der FC sehr gut, doch offensiv fehlten ein wenig die Ideen und der entscheidende Pass. Und da Hamburg auch nicht mehr einfiel, ging die abwartende Taktik mit schnellen Kontern nicht ganz auf. Einzig Petric sorgte für eine weitere richtige Chance bis zur Halbzeit, als er Miso Brecko gekonnt austanzte und sein Schuss zur Ecke geklärt wurde (29. Minute).

Zur Halbzeit wurde der nicht hundertprozentig fitte Peszko für den nicht hundertprozentig fitten Podolski ausgewechselt was für einige Verschiebungen innerhalb der Mannschaft sorgte. Podolski ging in die Spitze, Jajalo neben Lanig und Riether ersetzte Chihi der nun die linke Außenbahn beackern sollte. Dies überließ er aber vorerst Podolski, den er aus der eigenen Hälfte auf weite Reise schickte. Völlig allein zog er mit unnachahmlichem Tempo über den halben Platz und gab im entscheidenden Moment das Leder butterweich aber flach in den Strafraum auf Novakovic weiter, der eiskalt die Führung zum 2:1 rausholte. Spiel gedreht in der 49. Minute. Da guckte aber Hamburg dumm aus der Wäsche. Acht Minuten später war Chihi langsamer als Diekmeier, sonst wäre er allein vor Drobny aufgetaucht. Auch in der 58. Minute war er defensiv zu langsam und Hamburg bekam einen Freistoß. Im Nachhinein bitter.

Aogo zirkelte das Ding wie in der ersten Halbzeit gut in den Strafraum, Son stieg am höchsten und wieder wackelte das Alu, diesmal der Pfosten. Hart sprang der Ball zurück, genau auf Rajkovic der dankend den Ball im Tor unterbrachte. Erneuter Ausgleich in der 59. Minute. Die Zuschauer bekamen was geboten und ich schob Frust. Hamburg tankte durch das Tor Selbstvertrauen und schickte mit einem langen Ball den gut aufspielenden Son. Eine Drehung genügte um den letzten Verteidiger Andrezinho aber ganz alt aussehen zu lassen und mit Können wie viel Gefühl brachte er das Leder an den fliegenden Varvodic vorbei ins lange Eck unter (62. Minute). 2:3, das konnte doch alles nicht wahr sein!

Zwei Minuten später brachte Westermann den Ball per Kopf erneut Richtung Tor, doch das Tor wurde zu Recht wegen Abseits nicht gegeben. Nun sah alles danach aus, dass Hamburg ein Ergebnis wie im letzten Aufeinandertreffen rausholen wollte. In dieser Phase verlor der FC offensiv jeglichen Faden und spielte einzig lange Bälle aus dem Strafraum heraus, was nichts einbrachte. In der 76. Minute verlor Neuzugang Sereno einen Zweikampf an der Mittellinie und Skjelbred knallte den Konter an die Latte.

Doch immer wenn der FC den Ball über die Außen Richtung Tor brachte, kam Gefahr auf. Sascha Riether spielte über links einen Doppelpass mit Podolski in den Strafraum, sein Pass in den Rücken der Abwehr wurde noch unglücklich mit der Hacke abgefälscht und der eingewechselte Clemens lief ins Leere (79. Minute). Dann mal wieder ein Standard vom FC. Jajalo spielte die Ecke von links exakt auf den Fuß von Clemens, der sieben Meter vorm Tor vollkommen frei stand. Zwischen Abwehr und Keeper hindurch wanderte der Schuss in den Kasten und erneut stand der Ausgleich (84. Minute). 3:3 Wahnsinn! Da war er wieder, der eine Punkt!

Und es kam noch besser. Erst kassierte sich Sascha Riether beim Ausführen eines Freistoßes die gelbe Karte. Ich weiß mit bestem Gewissen nicht warum. Wegen Zeitverzögerung? Kann nicht sein. Elia spielte den Ball an den wartenden Riether vorbei und Oenning musste den Balljungen spielen, ehe Riether die Chance zur Ausführung bekam. Egal, jedenfalls brachte er den Freistoß in den Strafraum und Drobny flog über drei besser postierte Verteidiger hinweg und boxte das Leder genau auf den eingewechselten Kevin McKenna, der schon am abdrehen war und das Ding volley durch die freie Gasse ins Tor knallte. Erneute Führung und 4:3! Völlig übergeschnappt drehte McKenna seine Runde Richtung Gästekurve und ließ sich von Fans und Mannschaft feiern (88. Minute). Auch unsere Runde explodierte und dürfte den Nachbarn einen guten Schrecken eingejagt haben. Was für ein Spiel!

Schönste Spielszene:

Einmal kein Tor sondern ein Blick auf Novakovic. Er rasselte in der 66. Minute mit Aogo aneinander und beide standen sich Stirn an Stirn gegenüber. Aogo deutete einen Kopfstoss an, doch Novakovic (er hatte sich vermutlich an seine letzte gelb-rote Karte erinnert) blieb ganz cool und spielte mit ihm "hab-deine-Nase". Trotz gelber Karte die Szene mit Humor gelöst, klasse Aktion!

Spielfazit:

Mit einem unberechtigten Elfmeter ging die Partie los, zwei Elfmeter wurden nicht gegeben. Zu einem wurde bei einem Standard des FC Lanig in bester Ringermanier von Elia zu Boden gezogen, was ein klarer Elfer gewesen wäre. Zum anderen hätte Hamburg einen Elfmeter bekommen können, als Riether im eigenen Sechzehner Aogo klar mit dem Fuß in den Knöchel rutschte. Dagegen war die Schiedsrichterleistung gegen Kaiserslautern nahezu perfekt.

Über die Defensive wie Offensive sollte man nach so einem Spiel nicht allzu viele Worte verlieren. Das Spiel war eine Charakterfrage par excellence. Zudem hatte man in den ersten sechzig Minuten deutlich gesehen, dass das taktische Konzept von Solbakken immer mehr aufgeht. Und trotz der vier Tore muss man sagen, dass aus dem Spiel heraus deutlich mehr Torgefahr her muss. Denn der FC hatte seine Torchancen zu nahezu 100 Prozent verwandelt. Das muss noch besser werden, nicht die Ausbeute sondern die Torgefahr aus dem Spiel heraus.

Dafür blieb der psychologische Einbruch wie in Schalke erneut aus. Die Mannschaft glaubt an sich und lässt sich nicht beeinflussen. Zählt man das Spiel gegen Lautern dazu hat der FC aus zwei Spielen dreimal einen Rückstand aufgeholt, zweimal einen Rückstand gedreht. Wenn jetzt noch die Gegentore weniger werden, bin ich weiterhin sehr zuversichtlich beim kommenden Saisonverlauf. Und nicht vergessen, wir haben das zweite Auswärtsspiel der Saison gewonnen. Wenn wir die Quote beibehalten, wird der Auswärtsfluch der letzten Saison schnell zur Geschichte gehören.

Nun folgt die Länderspielpause und die Jungs können sich endlich mit einem Erfolgserlebnis verabschieden. Auch die Verletzten dürften die Ruhepause nutzen um schnell wieder an die Mannschaft heranzukommen. Jetzt muss nur noch das Transferfenster geschlossen werden und die Unruhe um Podolski ist auch dahin. Weiter so, lieber FC!

In diesem Sinne
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ab 46. Minute für Peszko: Spieler
ab 69. Minute für Andrezinho: Spieler
ab 85. Minute für Jajalo: Spieler
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