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1. FC Köln Macht am Rhein vorerst deutlich geklärt
06. Spieltag | Bayer Leverkusen 1:4 1. FC Köln

18.09.2011 13:45

Tja, Fußball ist halt Fußball. Und was das kleine Derby angeht hat der 1. FC Köln ein perfektes Jahr hingelegt. Wurde das Heimspiel der letzten Saison gegen Bayer Leverkusen bereits mit 2:0 gewonnen und damit die Meisterchancen für Bayer ausradiert, folgte nun auch der erste Auswärtssieg seit 15 Jahren für den FC. Für Leverkusen erneut eine ganz bittere Niederlage.

Doch wer hätte zum Anpfiff daran schon gedacht. Erleichtert stellte ich fest, dass Solbakken Christian Clemens nicht als Alternative zum gesperrten Brecko aufstellte, sondern Sereno auf die rechte Seite zog. Die Lücke in der Innenverteidigung füllte Kevin McKenna, Jajalo durfte von Beginn an für Lanig ran. Und der FC nahm das Spiel von der ersten Sekunde an.

Bereits in der 1. Minute gab es die erste gute Chance. Nach einem Seitenwechsel von Chihi kam der FC über die linke Seite und während Keeper Leno schon geschlagen war, drosch Toprak den Heber aus der Gefahrenzone. In der 4. Minute war es erneut Chihi, der diesmal nach innen zog und den Torabschluss suchte. Außennetz. Während der FC die erste Viertelstunde das Spiel aus der Tiefe heraus bestimmte, musste sich Leverkusen erstmal finden. Aus der Totalen heraus konnte man gut verfolgen, wie gut unsere zwei Viererketten standen und Bayer die Lücke nicht fand. So kam Leverkusen erst in der 18. Minute zur ersten Chance, doch Rensing parierte diese in gewohnt sicherer Manier.

Unsere beiden neuen Außenverteidiger Sereno und Jemal machten einen guten Job, doch wenn die Verteidigung eine Schwäche hat, ist es weiterhin die linke Seite. Das merkte auch Leverkusen, die immer besser ins Spiel fanden und die rechte Abwehrseite nach einigen Versuchen fast gar nicht mehr bearbeiteten. Doch der FC stand taktisch gut und auch die Angriffe des FC folgten überlegt wie einstudiert. So konnte man in der 26. Minute einen einstudierten Angriff verfolgen, der später noch zum Tor führem sollte. Hoher Ball auf Podolski an der Mittellinie. Dieser schirmte bei der Annahme den Gegner perfekt ab und schickte Peszko auf die Reise an der Außenbahn, doch war diese Vorlage noch zu steil. Doch vorerst sollte Bayer noch zu Chancen kommen.

Hanno Balitsch lauerte frei auf rechts und bekam den Ball. Halbhoch spielte er die Pille gefühlvoll in den Strafraum, doch Derdiyok bekam aus nächster Nähe und völlig allein den Ball nicht im Kasten unter. Die Chance zur Führung (32. Minute). Glück gehabt. Und sie drehten weiter auf. Schürrle zog mit einer gewissen Leichtigkeit an Jajalo vorbei in den Strafraum, doch Rensing parierte das Ding zur Ecke (37. Minute). Zwei Minuten später spielte Rensing gut mit und lief beim Heber auf Derdiyok raus und kam eher dran. Wäre zu diesem Zeitpunkt ein Tor gefallen, es wäre verdient gewesen. Vom FC gab es ab der 26. Minute an keine Torchance mehr.

Das dachte sich auch Podolski und wiederholte das Spielchen aus jener 26. Minute. Dieses Mal schickte er Sasha Riether auf Reise und er bekam den Ball. Auf der linken Seite wetzend sah er zu viele Gegner zwischen sich und Novakovic und zog die Handbremse am Strafraum. Eine Bewegung später war auch Podolski wieder mit dabei. Er bekam die Pille, tankte sich unnachahmlich durch den Strafraum und legte am Fünfmeterraum den Ball quer. Dort stand der lauernde Novakovic, der nur noch die rechte Breitseite hinhalten musste. Spielzug aufgegangen, 0:1 und das Spiel stand vorerst Kopf (44. Minute).

So konnte der FC gut gelaunt in die Halbzeitpause gehen und vorerst ein wenig Luft holen. Mit frischen Kräften kamen sie zurück und machten da weiter, wo sie aufgehört hatten. Konter Köln, Podolski erspitzelte sich den Ball, ging ab Richtung Strafraum und setzte Novakovic rechts von sich in Aktion. Dieser nahm den Ball gut mit, brachte aber die Rückgabe auf Poldi ein wenig zu hoch in den Raum. Machte nichts, Podolski nahm ihn trotzdem Volley und knallte ihn mit ein wenig Glück und viel Können ins Netz. 0:2 in der 47. Minute. Scherzend sagte ich ihn die Runde "Nun ist ein Unentschieden drin." So richtig dran glauben konnte ich nämlich noch nicht.

54. Minute. Geromel knallte den Ball nach vorne und Peszko ließ die Annahme auf Novakovic abtropfen. Ein Blick auf den gestarteten Podolski und der direkte Pass nach Linksaußen folgte. Podolski ging rein und zog mit aller Macht ab. 0:3 und ich konnte nicht mehr. Das Feeling im Stadion muss einmalig gewesen sein, der Lautstärke der Kölner Fans nach war dies ein Heimspiel. Aber das kennt man ja schon aus der Vergangenheit.

Nachdem Jajalo in der 67. Minute in vermeintlicher Abseitsstellung die Pille an die Latte brachte musste Rensing bei der nächsten Aktion von Bayer zur Ecke klären. Diese brachte den Anschlusstreffer, denn während Rensing den ersten Kopfball noch klären konnte, stand Rolfes allein vorm Tor und musste nur noch einschieben. Die weiße Weste war dahin, doch ein Aufbäumen oder wehren von Bayer war nicht wirklich erkennbar.

Nach zwei weiteren guten Szenen für den FC holte Podolski in der 83. Minute zweimal mit dem linken Fuß aus, doch beide Schüsse wurden von der Abwehr geblockt. Als das Spiel in der 91. Minute eigentlich schon gelaufen war, machte Schürrle ein Frustfoul, welches an Brecko gegen Nürnberg erinnerte. Doch Schürrle ging um einiges härter in den Mann als Brecko und so darf sich über die rote Karte eigentlich keiner beschweren. Spätestens hier war der in den Medien angeheizte Vergleich zwischen Schürrle und Podolski eindeutig entschieden. Doch der FC hatte noch nicht genug.

Letzte Szene, Podolski am Ball. Genau spielte er den Ball in den Strafraum zu Novakovic, der ihn auf Jajalo abtropfen lies. So standen er und Podolski allein vor Leno und Jajalo machte mit einem schönen Lupfer in der 94. Minute die Demütigung perfekt.

Schönste Spielszene:

Podolski auf Novakovic = Tor! Novakovic auf Podolski = Tor! Noch mal Novakovic auf Podolski = wieder Tor! Wieder Novakovic auf Jajalo = perfekter Tag! Bonus: Schürrle rot und Völler am toben wie zu besten Zeiten. Welch ein Hochgenuss!

Spielfazit:

Ganz ehrlich, ich hätte vor Anpfiff nicht im Traum an solch ein Spiel gedacht. Meine Hoffnungen gingen eher Richtung einem stark erkämpften Unentschieden oder gar einem überaus glücklichen Sieg. Realistisch erwartete ich eine ordentliche Packung. Aber Fußball ist halt Fußball! Und dieses Mal ist Köln der lachende Gewinner.

Es war weiterhin nicht alles Gold was glänzt, aber im Gegensatz zum Spiel gegen den Hamburger SV war dieser Sieg am Ende hochverdient. Hätte Derdiyok seine tausendprozentige Chance genutzt wäre es wohlmöglich anders ausgegangen. Hat er aber nicht!

Fazit ist, dass man mit viel Laufarbeit, großen Einsatz und Leidenschaft jeden Gegner schlagen kann. Das sollte Selbstvertrauen geben. Es ist bei weitem noch nicht alles perfekt, doch abheben dürfte nun mit Sicherheit keiner.

Besonders bitter bei so einem Hochgefühl ist die Verletzung von Geromel, der sein schwächstes Spiel gegen Nürnberg mit guter Leistung schnell vergessen ließ. Kurz vor Ende des Spiels zog er sich einen Riss des Außenmeniskus zu. Heißt, dass er im schlimmsten Fall bis zu zehn Wochen ausfallen könnte und die Hinrunde ohne ihn beendet werden müsste. Die Operation erfolgt am Montag. Schon wieder ein Umbau in der Abwehr, immerhin haben wir gestern bewiesen, dass auch eine Umstellung Erfolg mitbringen kann. Genießen wir die Woche, die Macht am Rhein ist vorerst deutlich geklärt!

In diesem Sinne
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ab 64. Minute für Chihi: Spieler
ab 69. Minute für Jemal: Spieler
ab 77. Minute für Peszko: Spieler
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