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Stuttgart Stuttgart bleibt Punkt(e)lieferant - wenn auch verdammt knapp
15. Spieltag | VfB Stuttgart 2:2 1. FC Köln

04.12.2011 13:40

Mit einem Lastminute-Tor von Lukas Podolski bestrafte der 1. FC Köln die teilweise deutlich besser aufspielenden Stuttgarter und so konnte der FC doch noch einen Punkt ergattern. Immens wichtig!

Dabei muss ich sagen, dass mir der FC weitaus mehr gefallen hat als noch gegen Gladbach, auch wenn wir so manche Schwäche noch nicht abstellen können, teilweise der immer neu formierten Abwehr geschuldet oder aber fehlender Präzision. Doch der Reihe nach. Vorab noch ein Extralob Richtung Gladbach. Denn Stefan Effenberg fand als bekennender Gladbach-Fan und Co-Moderator die deutlich klareren, objektiveren und sachlicheren Worte als der "Kommentator" von Sky. Davon bin ich nicht ausgegangen und verdient Anerkennung. Das er versehentlich das Spiel gegen Schalke zu den "großartigen" Spielen des FC aufreihte, muss ein Versehen gewesen sein. ;)

Mit packender Einlaufmusik und hauseigenen Idioten in der Gästekurve begann das Spiel mit Bengalounterstützung. Danke für die erneute Geldstrafe liebe "Fans"! Man konnte merken, dass der FC wollte, aber eine gewisse Lapsigkeit bei Zuspielen und immer wieder gefährliche Stellungsfehler beeinträchtigten die stabile Defensive. Trotzdem, gerade über die linke Seite mit Jemal, Sereno, und Peszko kam der FC offensiv zu einem anschaulichen Spiel. Nach einem kleinen Herzstillstand in der 11. Minute, in der der VfB dem ersten Tor gefährlich nah war, gab es einen Elfmeterpfiff für Köln. Dankbar nahm ich ihn zur Kenntnis, muss aber fairer weise zugeben, dass Peszko mehr als theatralisch den sterbenden Schwan mimte und nur der eindeutige Kontakt den Pfiff rechtfertigte. Podolski trat an, verlud den gut aufspielenden Ulreich eiskalt und netzte sicher ein. Die Führung in der 15. Minute, es geht doch!

Nach offensiv weiteren schönen Aktionen des FC, Lanig mit der ersten gelben Karte beim ersten Foul defensiv aus dem Spiel genommen wurde, deckten sich weitere Schwächen bei gegnerischen Standards auf. Nach einer Ecke von links segelte der Ball in den Strafraum, Lanig kam per Kopf nicht dran, Gentner entwischte dem etwas konsterniert wirkendem Riether und nickte per Kopf das Ding ein. Auch Rensing sah hier nicht allzu gut aus. Ein Fehler und es stand 1:1 (29. Minute). Doch der FC ließ den Kopf nicht hängen, was für mich einer Leistungssteigerung gleich kam.

Denn nur zwei Minuten später hatte Jajalo die Chance zur erneuten Führung auf dem Fuß, nachdem er von Podolski wunderbar in Szene gesetzt wurde, aber Ulreich vereitelte die Riesenchance klasse. Doch den nach vorne gut agierenden Spielern Jemal und Sereno, muss man zum Teil das folgende Tor ankreiden. Denn beide ließen auf der linken Seite die Lücke zu groß, Stuttgart stieß durch und Jemal hatte das Pech, den Ball auch noch zum frei stehenden Gentner zu klären. Mit einem klasse Volleyschuss zog Gentner ab, ließ dieses Mal Rensing keine Chance und das Spiel war gedreht (36. Minute). Ich bekam wieder Temperatur. Wieder zwei Minuten später schüttelte Rensing eine Parade der Marke Weltklasse aus dem Ärmel und klärte vor Cacau aus kürzester Distanz. Zeit für eine Pause.

Nachdem Schiedsrichter Brych den erneut fackelnden Idioten genug Aufmerksamkeit geschenkt hatte, pfiff er das Spiel mit ein wenig Verspätung an. Und unerklärlicher Weise verflachte das Spiel in der zweiten Halbzeit massiv, auch wenn sämtliche Medien dies anders deuten. Ich kann es mir nicht erklären. Nach zwei halben Chancen durch Podolski und Peszko kam vom FC fast nichts mehr und Stuttgart fuhr zwei Gänge zurück um das Ding beinah vorbildlich nur noch zu verwalten. So wurde Christian Clemens, den ich in dieser Saison noch nicht wiedererkenne, zur 60. Minute erlöst und durch den frisch aufspielenden Roshi ersetzt. Der FC setzte offensiv zwar weiterhin Akzente, deutlich mehr als Stuttgart, aber allein vom Offensivspiel her gefiel mir die erste Halbzeit des FC deutlich besser, während in der Defensive Geromel und Jemal ein klasse Duo in der Innenverteidigung bildeten.

Solbakken hatte kurz vor Spielende die Schnauze voll, warf alles in die Waagschale des Punktes und wechselte McKenna wie Freis ein. Und das sollte sich bezahlt machen. Denn im Sinne meiner Wunschaufstellung fiel das Tor. Nach einem Abwurf von Rensing kam der Ball über den nun defensiv agierenden Jajalo. Sebastian Freis, als zweiter Stürmer agierend, brachte endlich den so wichtigen Freiraum für Podolski auf und spielte mustergültig per Direktpass in den Rücken der Abwehr. Podolski, endlich im ersehnten Duell Mann gegen Mann war schneller, guckte Ulreich aus und schob ihm das Leder durch die Beine! Der Ausgleich in der 88. Minute! Vollkommen erleichtert trat Podolski vor Glück gegen die Bande und erschreckte damit köstlich einen Aufseher, der mit dem Rücken zum Spiel stand. Somit kann der 1. FC Köln in Stuttgart weiterhin nicht verlieren, seit 1996 um genau zu sein. Es war knapp, aber der Punkt ist enorm wichtig!

Schönste Spielszene:

Das Ausgleichstor von Podolski. Unnachahmlich wie Weltklasse das Ding!

Spielfazit:

Es war kein Hochglanzspiel auf beiden Seiten. Negativ stechen die Fehler in der Abwehr, die zu zahlreichen Fehlpässe inklusive Abstößen wie die nicht existente rechte Angriffsseite hervor. Hier muss weiterhin massiv dran gearbeitet werden. Doch es sind auch eindeutige Fortschritte zu erkennen. Das Offensivspiel über die linke Seite war nicht zu verachten. Der 1. FC Köln ist zum zweiten Mal in Folge in einem Auswärtsspiel mit 1:0 in Führung gegangen und hat sich dieses Mal nach Gegentoren nicht hängen lassen. Es ist nicht alles gold was glänzt, doch es sind Punkte, auf die man aufbauen kann.

Da sich nach diesem Spiel mehrere Benotungen der Spieler von mir und der Presse massiv unterscheiden, möchte ich mal die Begründungen für meine Noten hergeben:

Rensing: Mehrere gute Reflexe und eine Weltklasseparade. Allerdings ziehen seine zahlreichen schlechten Abschläge zum Gegner die Note auf 2,4.

Sereno: Vergleicht man offensiv seine Leistung mit Eichner, hätte er hier eine 1 mit Sternchen verdient gehabt. Immer wieder lief er die Außenbahn rauf und runter, brachte den Ball zum Mann und setzte so Peszko gut in Szene. Defensiv mit Jemal anfällig für Fehler in der Abstimmung. Da wir aber weiterhin nicht der FC Bayern sind, lautet hier die Note 2,5.

Jemal: Ein Pfund in der Innenverteidigung. Ein großer Stoppfehler, bügelte das Ding aber noch zur Ecke. Gut im Zusammenspiel mit Geromel, nur links verhalf er Stuttgart zu Chancen. Am Ende mit unschönen Frustszenen, deswegen 2,4

Geromel: Wenn er sich weiterhin so steigert, sein zweiter Einsatz von Beginn an seit seiner Verletzung, wird er bald besser als zuvor agieren. War sich mehrmals gefährlich in den Mann und spielte im Sinne der Mannschaft mit seiner Genesung. Als Kapitän aber mitverantwortlich für die Stellungsfehler bei den Gegentoren, daher 2,4

Brecko: Fiel im Vergleich zu den anderen ein wenig ab. Ich muss aber feststellen, dass er mit seinem offensiv eher bescheidenen Mitteln mittlerweile versucht das Maximale herauszuholen. Dabei wurde er gerne von Clemens im Stich gelassen. 3,2

Peszko: Sorgte für Aufsehen auf der linken Seite und wirbelte gerade in der ersten Halbzeit schön durch die Stuttgarter Abwehr. Ein Herausschinden des Elfmeters wird bei mir nicht gerne gesehen, auch wenn das Tor sehr wichtig war. Fiel in der zweiten Halbzeit etwas ab. 2,4

Riether: Für mich eines seiner schwächsten Spiele. Man merkte seinen Willen zwar an, aber dieses Spiel war nicht seins. 3,5

Lanig: Mit seinem ersten Foul die gelbe Karte kassiert. Da war wenig Fingerspitzengefühl von Brych zu spüren. So nur mit halber Kraft in den Zweikämpfen, was verständlich war. Trotzdem braucht er oft den Tick zu lange am Ball, auch wenn er mehrmals gut den Ball gegen den Gegner abschirmte. Im Gegensatz zu Matuschyk aber deutlich besser. 3,2

Clemens: Jeder weiß, dass es Clemens besser kann. Irgendetwas scheint ihn zu behindern. Seine stärkere Seite ist ohne zu zweifeln die Linke, aber er fand so gar nicht ins Spiel. Schade und deswegen 5,4.

Jajalo: Weiterhin für mich als hängende Spitze verschenkt. Hatte die Riesenchance zur erneuten Führung auf dem Fuß. Er gehört für mich ins defensive Mittelfeld. Das hat man beim 2:2 schön gesehen. 4,0

Podolski: Seine Tore sichern unser Überleben. Tut sich verständlicher Weise als Frontstürmer weiterhin schwer, versucht sich aber weiterhin diszipliniert an die Taktik zu halten. Auch wenn er spielerisch alle Mitspieler überragt, er muss mehr Vertrauen zu ihnen haben. Hatte zweimal die Möglichkeit besser positionierte Spieler in Szene zu setzen, versuchte es aber selbst. Angesichts seiner bisherigen Torausbeute absolut nachvollziehbar, aber eben nicht immer der richtige Weg. 1,5

Roshi: Unbeeindruckt suchte er die Zweikämpfe und versuchte die rechte Seite zu beleben. Das gelang ihm deutlich besser als Clemens, auch wenn es noch keine Topleistung war. Bietet sich immer mehr als ernste Alternative für eine ganze Halbzeit auf der rechten Seite an. 3,0

In diesem Sinne
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