Logo
Link Startseite Link 1. FC Köln Link Fanblog Link Forum Platzhalter Link Impressum
Stadion Köln Der 1. FC Köln demonstriert Heimstärke
16. Spieltag | 1. FC Köln 4:0 SC Freiburg

11.12.2011 13:15

Was für ein Abend! Ich wollte einfach nur drei Punkte, ganz egal wie. Dass dabei so eine Galavorstellung raus springen würde hätte ich nun wirklich nicht erwartet. Aber es war Balsam pur auf die oft geschundene FC-Seele. Und mit dieser Leistung stehen wie so gut da wie lange nicht mehr.

Denn mit dem 400. Heimsieg in der 1. Bundesliga haben wir seit der Saison 2001/2002 nicht mehr 20 Punkte bis zum Ende der Hinrunde eingefahren gehabt. Und der FC bewies gestern einmal mehr, warum wir diese Saison mit Abstiegsgefahr nicht allzu viel zu tun haben sollten.

Bei klarem aber knackig kaltem Wetter ging es nun gegen den SC Freiburg. Ein klassisches Sechs-Punkte-Spiel! Und man war direkt voll dabei. Bastians trabte in der Abwehr mehr Richtung Ball und verließ sich zu sehr auf den eigenen Keeper Baumann, der aus dem Sechzehner hechtete um den Ball zu klären. Podolski lief an Bastians vorbei und beiden sprang der Ball vom Fuß. Während Baumann wieder Richtung Tor rannte, drehte sich Podolski und sein gefühlvoller Heber von der Strafraumgrenze streifte die Latte. Was für ein Ding wäre das doch gewesen (2.Minute).

Jedenfalls war es ein guter Startschuss für eine interessante Partie, die aber nur langsam an Fahrt aufnahm. Beide Mannschaften versuchten in den Anfangsminuten mitzumischen, klare Torszenen gab es aber noch nicht. Doch der FC war offensiv weitaus mehr um Dominanz bemüht als in den letzten Spielen. Podolski z. B. war neben seiner eigentlich Position oft im tiefen Mittelfeld wie auf der rechten Seite zu finden. Das gab Raum um neben den Außenspielern auch Jajalo mehr in Szene zu setzen. Mir gefielen diese kleinen Rotationsversuche ganz gut, es wirkte nicht mehr ganz so statisch und durchschaubar.

Und anstatt allein auf lange Bälle auf Podolski zu vertrauen, versuchte es der FC die Situationen oft spielerisch zu lösen. Viel besser anzuschauen! So kam in der 20. Minute Riether nach Ballverlust an den Ball und schickte Podolski auf die rechte Seite. An der Strafraumecke verlagerte er das Geschehen wunderbar mit einer Flanke an den 2. Pfosten. Peszko stieg hoch, legte per Kopf auf den mitgelaufenen Clemens ab, der nur noch trocken abziehen musste. Wunderbarer Spielzug und ein schönes Tor. Es geht doch! Nebenbei war das gute Aufbauhilfe für Christian Clemens, der in den letzten Spielen einen deutlichen Durchhänger zu verzeichnen hatte.

Und der FC spielte weiterhin gut, auch wenn zu diesem Zeitpunkt Freiburg keinesfalls abgeschlagen wirkte und stets auf die eine Chance lauerte. Dagegen nahm der FC das Spiel immer mehr in die Hand, versuchte es oft mit Rotation, schnell über die Außen und guten Spielverlagerungen von rechts nach links wie umgekehrt. Es war schön anzuschauen. Dagegen war die linke Abwehrseite mit Sereno und Peszko defensiv weiterhin anfällig. Der gut aufgelegte Putsila fand dort immer wieder die Lücke und sorgte für Gefahr.

Nach weiteren gefährlichen Szenen von Peszko, Podolski, Jajalo und Riether wurde es zum Ende noch einmal hektisch. Nach plötzlich auftauchenden Nickligkeiten und zwei gelben Karten für Freiburg suchten diese ihr Glück im Torabschluss. In der 41. Minute wurde ein Tor nach gefährlichem Spiel von Flum für Freiburg abgepfiffen, bevor Cisse nach sehenswerter Flanke per Kopf das Leder nur knapp am Pfosten vorbei setzte. Puh.

Nach der Halbzeit blieb das Spiel von beiden Mannschaften umkämpft und so waren beide in der Lage, für ein Tor zu sorgen. Doch neben Jajalo fand auch dem vorher aufgelegten Clemens langsam wieder zurück zur alten Form. So ging er in der 51. Minute stark auf der rechten Seite durch, spielte Podolski an der Strafraumgrenze zu, doch scheiterte er an der Innenverteidigung, während Peszko links frei im Raum lauerte. Vier Minuten später kam Freiburg durch schönes Spiel von Bastians und Cisse zum Torabschluss, aber das Ding ging knapp vorbei.

Lanig, der gestern erstaunlich stark aufspielte, eroberte sich den Ball, legte ab auf Jajalo der sofort Peszko auf die Reise schickte. Klasse setzte er sich durch, legte ab auf Podolski der per Direktabnahme das Ding mit der linken Klebe im Netz versenkte. Das muss ihm auch erst einer mal nachmachen! In der stärksten Phase von Freiburg setze der FC das wichtige 2:0 in der 61. Minute. Das war wichtig und der Genickbruch für Freiburg.

Nachdem sich Clemens in der 65. Minute den Pass von Peszko im Strafraum erst auf den rechten Fuß legen musste und deswegen die Möglichkeit zur Ecke geklärt werden konnte, machte Clemens ein Tor des Monats. Von links drehte er die Ecke ins Tor. Ob das so gewollt war? Jedenfalls sorgte das 3:0 für klare Verhältnisse. Die Fans feierten, skandierten Schalke 04 Schmähgesänge und feierten Podolski. Solbakken nutzte die Körpersprache von Freiburg, wechselte Eichner für Peszko und ließ somit die halbe Mannschaft rotieren. Eichner kam als Linksverteidiger, Sereno wechselte auf rechts und Brecko probierte sich im rechten Mittelfeld weil Clemens nun linker Außenspieler wurde.

Mit einem weiteren ansehnlichen Durchgang von Lanig wurde es nach Pass von Clemens im Strafraum eng und Jajalo kabbelte sich mit Podolski auf engsten Raum um die Pille. Während Jajalo am Boden lag, klaute sich Podolski das Leder und fand präzise die Lücke in der Masse von Körpern wie Abwehrbeinen. So stand es 4:0 in der 73. Minute. Herrlich! Nachdem Brecko in der 89. Minute, nach guter Vorarbeit vom eingewechselten Freis, sich den Ball mit aller Ruhe auf den rechten Fuß legte, verlor er jegliche Kontrolle über seinen Körper und knallte das Leder vom Torwartraum aus auf den Oberrang. Hätte es zu diesem Zeitpunkt 0:0 gestanden wäre das der Overkill gewesen. So dürfte es für liebevollen Spott der Kollegen sorgen.

Schönste Spielszene:

Tja, sowohl die Ecke von Clemens zum 3:0 als auch die Direktabnahme von Podolski zum 2:0 waren aller Achtung wert. Sucht es euch aus.

Spielfazit:

Nach einer guten ersten Halbzeit, in der Freiburg kurz vor dem Anschluss stand, spielte sich der 1. FC Köln ab dem 2:0 in einen kleinen Rausch. Schön zu sehen, dass Jajalo und Clemens aus ihrem Formtief kommen und so für deutlich mehr Gefahr der Offensive sorgen. Peszko machte erneut ein klasses Spiel und legte zwei Tore auf. Wenn nun unser Sorgenkind der linken Abwehrseite noch dicht wird, kann dem FC nicht mehr allzu viel passieren. Skeptiker werden jetzt sagen, dass Freiburg sich aufgegeben hat und das 4:0 somit keine Kunst war. Ich sage, der FC hat dafür gesorgt, dass Freiburg aufgegeben hatte. Und sie hatten ja ihre Chancen gehabt. Was bei einem möglichen Ausgleich durch Freiburg passiert wäre, steht nun mal in den Sternen.

So gab das Spiel eine Masse von Balsam frei und durch die Niederlage von Gladbach war es ein absolut runder Samstagnachmittag. Schön auch, dass sich die Form der Spieler langsam angleicht, denn kein Spieler fiel durch eine deutlich abgefallene Leistung auf. Clemens, der mir in der ersten Halbzeit trotz des Tores ein wenig blass blieb, drehte endlich wieder auf uns sorgte für eine Leistungssteigerung. Durch Podolskis flexible Rolle in der gesamten Offensive bekam auch Jajalo mehr Freiheiten und war deutlich präsenter als in den letzten Spielen. Geromel dürfte gefühlt 100 % gewonnene Zweikämpfe haben, bis zur 81. Minute war dies laut Sky jedenfalls Fakt.

Lobend zu erwähnen ist auch der Kommentator Marcus Lindemann von Sky. Zu Anfang dachte ich noch, der Jung ist mir zu steif und steril. Aber er zeigte sich sachlich, objektiv und trotzdem mit der gewissen Emotionalität in den jeweiligen Szenen. Angesichts der anderen Kommentatoren möchte ich Herrn Lindemann gerne bei jedem Spiel dabei haben.

Nun haben wir 20 Punkte und noch ein Nachholspiel am Dienstag. Sollte heute Stuttgart gegen Bayern verlieren und wir gegen Mainz gewinnen stünden wir 23 Punkten auf dem 7. Platz. Kriege ich da etwa eine Gänsehaut? Nein, ich gucke lieber weiterhin schön Richtung Tabellenkeller und merke, dass wir nun sechs Punkte Abstand zum Relegationsplatz haben. So lautet meine Maxime je einen Punkt gegen Mainz und München und mir geht es blendend. Ein Höhenflug vor der Winterpause wäre vielleicht ein wenig zuviel des Guten.

In diesem Sinne
FC-blog

Gleich im Forum mitdiskutieren!



zurück
Info Bundesliga
Spielpaarung

Info Werbung
Werbung

Info Mann des Spiels
Mann des Spiels

Aufstellung
Spieler
Trenner
Spieler
Spieler
Spieler
Spieler
Trenner
Spieler
Spieler
Spieler
Spieler
Trenner
Spieler
Spieler
Trenner
ab 70. Minute für Peszko: Spieler
ab 78. Minute für Clemens: Spieler
ab 78. Minute für Riether: Spieler
Trenner
Benotungssystem

Link twitter Link RSS-Feed Link facebook

Info Topscorer
Saison 2010/2011
Saison 2010/2011
Saison 2010/2011
Saison 2010/2011
Saison 2010/2011
Saison 2010/2011
Saison 2010/2011
Saison 2010/2011
Saison 2010/2011
Saison 2010/2011
Saison 2010/2011

Info Bundesliga
Saison 2010/2011
Saison 2010/2011

Info Zitate Zitatsammlung

Info Spielplan
Saison 2010/2011


Auflösung optimiert für 1024x768 Pixel