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1. FC Köln Müngersdorf bebte und erkämpfte einen wichtigen Sieg!
25. Spieltag | 1. FC Köln 1:0 Hertha BSC Berlin

11.03.2012 16:40

Irgendwie habe ich noch immer eine Gänsehaut. Das war genau das Spiel, worauf ich seit Beginn der Rückwunde sehnlichst gewartet habe. So haben wir wichtige drei Punkte gegen einen Mitkonkurrenten gewonnen. Leider wurde er mit zwei roten Karten teuer erkauft. Trotzdem war die Moral der Mannschaft und auch die der Fans auf den Rängen einmalig!

Nachdem sich das Lazarett des 1. FC Köln gut gelichtet hatte, konnte Solbakken seine vermutlich annähernd beste Elf auf den Platz schicken. Bonus dabei, dass er erstmal seit langem wieder die gleiche Abwehrreihe im zweiten Spiel auf den Rasen schicken durfte. Aufgrund von Sperren und Verletzungen durften wir bisher nämlich in 24 Spielen 14 verschiedene Abwehrreihen präsentieren. Vermutlich einmalig. Dank der Rückkehr von Novakovic durfte das Experiment Peszko als hängende Spitze zu bringen beendet werden. Riether rückte für Jajalo in die Elf und los ging es.

Und der FC zeigte nach kurzer Eingewöhnungsphase, dass er das Spiel unbedingt gewinnen wollte. Endlich gab es nicht nur lange Bälle nach vorne, sondern es wurde sowohl über die Außen, als auch durch die Mitte ein gepflegtes Passspiel aufgezogen. Während Clemens in der ersten Viertelstunde noch etwas fahrig wirkte, kämpfte sich der restliche Mittelfeldverbund mit Peszko, Riether und Lanig klasse ins Spiel. Auch Podolski lieferte eine klasse erste Halbzeit ab und war an fast jeder guten Szene beteiligt.

So kamen Peszko (6. Min), Clemens (20. Min), Geromel (26. Min), Novakovic (27. Minute) und Brecko (30. Min) zu guten Möglichkeiten. Gerade Novakovic hat mehrmals gute Gelegenheiten, ärgerte sich aber selber am meisten über diese vergebenen Chancen. Trotzdem versuchte er weiterhin alles. Von Berlin kam bis dahin wenig. Erst in der 31. Minute zeigte unsere Abwehr die erste Lücke und Hubnik konnte ungestört zum Kopfball hochsteigen. Rensing zeigte eine klasse Reaktion bevor Sereno den Abpraller vor Hubnik zur Ecke spitzeln konnte. Puh, das war knapp.

Das dachte sich wohl auch der FC und legte eine Schippe drauf. Nachdem für mich die Situation im Strafraum von der Hertha geklärt aussah kam Brecko in der rechten Hälfte des Sechzehners an die Pille, legte kurz ab für Clemens und dieser zimmerte das Leder trocken in die kurze Ecke. Was für ein Tor in der 36. Minute. Da hab ich den Jubel fast verschlafen.

Vier Minuten später hatte dann Novakovic seine erste Riesenchance, als Podolski auf Höhe der Mittellinie ihn wunderbar auf Reise schickte. Allein auftauchend vor Kraft versemmelte er die Chance, da Kraft klasse reagierte und die Sache souverän klärte. Übrigens war dies das Spiel zweier gescheiterter Torwarte bei den großen Bayern die nun beide klasse Leistungen bei ihren neuen Vereinen abliefern. So kann es gehen. Kurz vor der Halbzeit musste dann unser Gegenüber von Kraft nochmals klasse gegen Lasogga zur Ecke übergreifen. Was hat uns Rensing schon für Dinger gehalten.

Nach der Halbzeit fuhr der FC dann eine Spur zurück, stand nicht mehr ganz so hoch und ließ Berlin etwas mehr kommen. Trotzdem gab es weiterhin Chancen. Podolski schickte Peszko auf der linken Außenbahn, dieser zog die Flanke super vom Tor weg in den Strafraum und Novakovic lag fast quer in der Luft. Trotzdem kam Kraft mit den Fingerspitzen noch an Novakovics erstklassigen Kopfball und lenkte diesen so noch an den Pfosten. Leider musste dann Martin Lanig, der erneut eine bärenstarke Partie ablieferte, aufgrund seiner Angeschlagenheit für Jajalo weichen.

Überraschend für mich war auch Miso Brecko, der in seiner bisherigen Laufbahn bei guter Form meist nur defensiv zu Höchstleistungen im Stande war. Doch neben seiner zweiten Torvorlage in zwei Spielen glänzte er gestern auch offensiv immer wieder mit guten Szenen. So bediente er in der 62. Minute Novakovic mustergültig mit einer Flanke, doch auch diesmal brachte Novakovic die Pille nicht im Tor unter. Fluchend wie zeternd schlug und trat er Löcher in die Luft. Emotionen gab es gestern genug im Stadion. Zwei Minuten später zog Jajalo aus der fast schon dritten Reihe einfach mal ab. Ein Wahnsinnsding drehte sich vom Tor weg und streifte fast noch das Lattenkreuz.

Erneute zwei Minuten später und gerade mal acht Minuten nach seiner Einwechslung musste er auch schon wieder runter. Am gegnerischen Sechzehner kam er bei einem Tackling zu spät und kassierte dafür eine glatte rote Karte. Äußerst diskutabel wie ich finde, den die Linie von Schiedsrichter Winkelmann zog bis zu dieser Minute immer eine eindeutige mündliche Verwarnung mit sich und dies war Jajalos erstes Foul. Klar kann man hier rot geben. Nur sollte man von seiner Linie nicht abweichen, die Winkelmann bis dahin gut vertrat und mir eigentlich gefiel. So kassierten wir den fünften Platzverweis der Saison. Und es sollte noch einer folgen. Denn die allgemeine Stimmung war nun sehr hitzig.

Nach einem Foul an der Mittellinie von Kobiashvili, kassierte dieser die gelbe Karte. Trotzdem war auf einmal mächtig was los als sich eine klassische Rudelbildung auftat und man schnell die Übersicht verlieren konnte. Am Ende kassierte Kobiashvili gelb-rot und Podolski glatt rot. Ich war mit meinem Latein nun völlig am Ende, da ich eher eine rote Karte für Geromel erahnte als dieser Kobiashvili mehrfach aktiv wegschubste. Podolski hatte zwar seine Hände am Kragen von Kobiashvili, tauchte aber dabei ab und wollte anscheinend nur raus aus dieser Situation. Hier ist dieser Platzverweis völlig deplatziert und nicht nachzuvollziehen. Schalke gegen Enschede ließ grüßen.

Doch was spätestens ab jetzt im Stadion abging war phänomenal! Nachdem der Fangruppierung Wilde Horde die Privilegien entzogen worden waren schwiegen diese aus Frust anstatt unsere Mannschaft in diesem Spiel entscheidend zu unterstützen. So war die erste halbe Stunde nach Anpfiff die Stimmung ein wenig ungewöhnlich, aber mehr und mehr fanden unsere Fans die alte Linie wieder und die Stimmung war gut. Nach den zwei roten Karten war das ganze Stadion eine einzige Wand, pfiff jede Aktion von Berlin nieder und klatschte frenetisch unsere Mannschaft bei Ballbesitz nach vorne.

Ab hier lässt nun auch meine Mitschrift deutlich zu wünschen übrig, da mein Puls keine Analyse mehr zuließ und ich haltlos mitfieberte. Rensing hielt wohl noch mal klasse zur Ecke und Ben-Hatira scheiterte am Außennetz. In der 90. Minute verschätzte sich Rensing mächtig als er einen Kopfball von Ramos ins Toraus segeln sah und dieser an den Pfosten trudelte. Riether kassierte noch gelb und dann war das Ding durch!

Schönste Spielszene:

Hier kann man nur Ståle Solbakken erwähnen. Wie er nach dem Schlusspfiff in einem Tempo vor die Südkurve peste, die Fäuste Richtung Fans reckte und seiner Freude freien Lauf ließ zeigt seine Leidenschaft für den FC und das er noch lange nicht aufgegeben hat.

Spielfazit:

Wir haben für unser Verhältnisse eine erstklassige erste Halbzeit abgeliefert, uns gute wie sehenswerte Chancen erspielt und haben wieder Leben in unserer Truppe gesehen. Am Ende wurde es durch die beiden Platzverweise nochmals eng, aber so ein Erlebnis kann die Mannschaft und auch uns Fans nur zusammenschweißen.

Natürlich haben wir damit noch nicht unseren Kopf aus der Schlinge des Abstiegs gezogen, aber ein guter erster Schritt ist getan. Wenn die Mannschaft in den nächsten Spielen mit dieser Leistung in die Partien geht dürften wir uns nicht allzu viele Sorgen machen müssen. Mehr erwarte ich auch gar nicht.

Bitter dürfte es noch für uns werden, wenn die Sperrzeiten für Jajalo und Podolski bekannt gegeben werden. Wie teuer dieser Sieg erkauft war wird man dann sehen. Zu dem plötzlichen Abgang von Finke folgt später der nächste Bericht. Ruhe am Geißbockheim dürfen wir in den nächsten Wochen jedenfalls nicht erwarten.

In diesem Sinne
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ab 58. Minute für Lanig (verletzt): Spieler
ab 68. Minute für Novakovic: Spieler
ab 82. Minute für Peszko: Spieler
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